Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 377 (sequence 6)
- Language
- German
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Besprechung. 377 Aboth S. 1. מסיני ist nicht »v o m Sinai« und eine »Umschreibung für Gott,« wie es in Anm. 3 heißt, sondern »a m Sinai«. S. 9. אבא שאול אומר משמו in II, 8 heißt nicht »Abba Saul sagt in seinem (eigenen, nicht eines andern) Namen,« sondern: »A. S. sagt in seinem (d. h. in des vorerwähnten R. Jochanan ben Sakkais) Namen«. S. 10. ושוב in 11, 10 heißt nicht »bekehre dich,« sondern »kehre um.« S. 14. מתחייב בנמשו in HI, 4 heißt nicht »macht sich schuldig in seiner Seele« sondern »verwirkt sein Leben« wie Fiebig selbst, aber mit einem »Vielleicht«, bemerkt und auch 7, 8 übersetzt. S. 27. מכעיסין ובאין in V. 2 darf nicht übersetzt* werden »erzürnten und traten vor ihn«, sondern »erzürnten fortgesetzt«. Abodah sarah S. 7. Zu der Satzung I, 9 »Nirgends darf man den Heiden ein Bad vermieten, weil dies nach des Vermieters Namen genau nt wird« bemerkt Krüger: »Neues Beispiel der Sabbathkasuistik: Heiden baden auch am Sabbat in dem einen jüdischen Namen tragenden Bad, und die Menge könnte denken, ein Judebade«. — Das ist, gelinde gesagt, ein Unsinn. Zu befürchten, weil Heiden etwas tun, könnte man .sagen, ein Jude tue dasselbe, ist keinem »Sabbathkasuisfen« je eingefallen. Die Mischnah sagt vielmehr deutlich: weil der Jude als Eigentümer des Bades bekannt ist, würde man den Pächter bloß für seinen Bediensteten des Juden halten und sagen, ein Jude lasse am Sabbath sein Bad heizen. Das wird noch deutlicher in einer Baraitha gesagt1). S. 7. Anm. 1. Vgl. oben S. 118 f. S. 11 Anm. 6. »Ans Salzmeer bringen« ist keine »Sprichwortliehe« Redensart für: »vernichten,« sondern buchstäblich gemeint, wie aus der gegenteiligen Ansicht R. Joses deutlich zu ei sehen ist. S. 13. Zu der Mischnahsatzung »Wenn die Heiden die Berge und die Hügel anbeten, so sind diese erlaubt, aber was auf ihnen ist, ist verboten; denn es ist (in der Schrift) gesagt: »Du sollst nicht begehren das Silber und Gold, das auf ihnen ist, und es dir nicht nehmen,« bemerkt Krüger: »Der Urtext meint Bilder. Ohne Rücksicht auf den Zusammenhang wird aus einem Texte bewiesen«. ג) Babli 21 b : weil es nach seinem Namen genannt wird, der Heide aber darin an Sabbaten und Feiertagen Arbeit verrichtet מפני שנקרא על שמו ועברם וה עושה בו מלאכה בשבתות וימים טובים. Vgl. Hoseftha II, 9.