Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 376 (sequence 5)
- Language
- German
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376 Besprechung. Das*: »Und man machte für ihn (d. h. den Bock) einen Steg wegen der Babylonier; denn diese pflegten ihm das Haar auszurupfen . . •.« — Die Sicherheit, mit der hier die Suffixe 3 sing, in VI, 4 auf den B ock bezogen werden, ist durchaus nicht gerechtfertigt. Es gibt zwar auch einige Kommentatoren und einige moderne jüdische Gelehrte, welche dieser Meinung sind1), richtiger aber und dem Zusammenhang entsprechend ist die Ansicht, daß man den Führer des Bockes am Haare gerisse n (s o ist מתלשי] בשערו zu übersetzen). S, 24. »Stafetten waren in Tätigkeit und schwenkten mit Fächern« ist nicht die richtige Übersetzung von [דר[ד]כיות היו עושי ומניפין בפודרין, was nur heißt : man pflegte Tribünen zu errichten und (die auf ihnen stehenden Stafetten) schwenkten mit Tüchern s. 28. בשביל שיהו וגילי] במצות in vm, 4 heißt nicht »damit sie fähig sind die Gebote zu halten, »sondern« damit sie gewöhnt werden, Gebote zu halten«. Das* Der erklärende Zusatz zu »so läßt man ihn liegen« VIII 7: »d. h. man überläßt das Begraben denen, die dazu verpflichtet sind« ist gedankenlos, da in der Stelle von Begraben nicht die Rede ist, wegen des Versöhnungstages nicht die Rede sein kann. S. 29. אשוב im VIII, 9 heißt nicht »mich bekehren« sondern »umkehren«, תשובה heißt nicht »Buße« sondern »Umkehr«. תשובה im älteren jüdischen Schrifttum bedeutet nur : Umkehr, Reue2). Das. Anm. 5. Zu VIII, 8, wo gesagt wird : Umkehr (nach F.: Buße) entsühnt die leichten, der Versöbnungstag die schweren Übertretungen, bemerkt Fiebig: »Der objektive Versöhnungsvorgang wird also höher gewertet als die Gesinnung des Menschen.« — Das ist nicht richtig. Denn unmittelbar vorher wird gesagt: Tod und Versöhnungstäg entsühnen z u g 1 e i c h m i t Umkehr (Buße). In der Toseftha, V, 9, heißt es: »Sündopfer, Schuldopfer, der Tod und der Versöhnungstag, alle entsühnen nur zugleich mit Umkehr, denn es heißt (Lev. 23, 27) »nur« wenn er umkehrt, wird ihm vergeben, wenn nicht, wird ihm nicht vergeben . . .3) Die folgenden zwei Traktate, Pirke Aboth und Abodah zarah, sind schon sorgfältiger übersetzt. Wir haben nur weniges zu berichtigen gefunden. 1) Vgl. darüber Monatsschrift 1896, S. 141, 229 f., 332 ff. 2) Vgl. Mischneh Torah, .11,2 תשובה חטאת ואשם ומיתה ויום הכפוריס; כולן אין מכפרין אלא עם התשובה, (* שנאמר א ך, אם שב מתכפר לו, ואם לאו אין מתכפר לו.