Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 373 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829811-2829815-2888366--36269-2888498- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Besprechung. 373 Jeder, der in den 4 Ellen den Vortritt erlangt.. . Gemeint sind die letzten 4 Ellen vor dem Altar wie eine Baraitha im Jerusch., 39 d und der Babli 22 a, erklären, und danach Raschi und Maimonides zur St, Das. Anm. 3 als Erklärung der Angabe der Mischnah, daß die Priester beim Losen nicht den Daumen vorstrecken durften: »Vielleicht deswegen, weil das als unanständige Gebärde galt.« — Warum aber das Vorslrecken des Daumens weniger anständig sein soll als das Vorstrecken der anderen Finger, ist nicht einzusehen. Richtig ist , wohl die Erklärung der Baraitha im Babli, 24a, daß dadurch ein Irrtum im Zählen entstehen kann, was bei den mittleren Fingern nicht der Fall ist. S. 5. זוכים in II, 3 darf nicht mit »haben das Vorrecht« übersetzt werden, Wo etwas durch das Los entschieden wird, gibt es kein Vo rrecht. Auch »Recht« würde nicht passen, da alle Priester dazu berechtigt waren. Man übersetzt richtig: 13 Priester (nicht: Mann) werden dessen (der Opferhandlung) gewürdigt. S. 7. 1בויקאי) in III, 1 ist nicht sicher mit »Morgenstern« zu übersetzen, wiewohl auch Derenbourg2) und andere es tun. Die Talmüde erklären3): er ist erglänzt. Dies wird wohl das Richtige sein, da das Wort dem spätem הן entspricht, also eine Antwort auf die Frage des Aufsehers sein soll. Die F o rm des Verbs ist allerdings schwierig. Das. Anm. 1 wird gezweifelt, ob Mathja ben Samuel selbst Vorsteher gewesen oder bloß die Worte des Vorstehers zitiert. —> Schekalim V, 1 wird aber Mathja ben Samuel unter den Tempelbeamten aufgezählt4). S. 8. Anm. 5. Durch Chabitim in III, 4 kann Hebr. 7, 27 nicht gut erklärt werden, da der Hohepriester bloß dieses Opfer äarzubringen, nicht aber selbst die Opferhandlung d abei zu vollziehen hatte. Es ist überhaupt sehr wahrscheinlich, daß der Hohepriester nur am Versöhnungstage, oder höchstens noch an den andern Hauptfeiertagen sich am Opferdienst beteiligt hat&), besonders zur Zeit des Hebräerbriefes. Für ־yjpipotv muß es J) In palästinensischer Rezension: בורקי. Vgl. auch Kohut. 2) Revue d. E. J. VI, S. 50, Anm. 3. 8) Babli 28 b, Jerusch. 40 b. 4) Die Lesart in der Baraitha im Babli: שמואל אומר p »מוזגי הטמונה על הפייסות אומר, ist schon von Tosafoth Menachoth 100 a für falsch erklärt worden. 0) Vgl. darüber Büchier, Die Opfer und der Kultus im letzten Jahrzehnt des jerusalemischen Tempels, S. 67 ff.