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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 3 · p. Seite 351

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 3
Article
Die Vorarbeiten für die badische Judengesetzgebung in den Edikten 1807 - 1809
Date
1908-01-01
Page
Seite 351 (sequence 8)
Language
German
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Die Vorarbeiten für die badische Judengesetzgebung. 351; weber, Müller, Nachtwächter, Pfeifer, Zoller, Bader und dergl. sich verloren hat. Zünfte kann man, wie Dohm zugibt, nicht zwingen. Die jüdischen Freimeister hätten an den Staat gleich dem Christen zu steuern, an die Zunft nichts. Auch er fordert wie Dohm gleiche Rechte, nicht Privilegien. Dann werden nur größere Geschicklichkeit, Betriebsamkeit,. Fleiß und Sparsamkeit den Juden ein Übergewicht geben können. Dem Staate ist es ein Vorteil, viele tätige, arbeitsame Bürger zu haben, deren Wetteifer die Güte der Waren mehrt und das Ausland als Abnehmer gewinnt. Es ist auch nicht zu befürchten, daß einzelne Handwerke übersetzt; werden, weil durch »Freiheit« (das ist das moderne Schlagwort) und weise, gemäßigte Aufsicht der Obrigkeit (das ist physiokratisch) bald das richtige Verhältnis jeder Art Arbeit von selbst entsteht. Zu öffentlichen Ämtern sollen sie nicht zugelassen werden. Wohl liegt in den Juden nicht die Unfähigkeit dazu, auch die Religion hindert nicht — an ihren Feiertagen könnten sie, wie die Katholiken, vom Versehen des Amtes dispensiert werden, oder sie würden (nach Mendelssohns Erklärung), wenn der Staat sie braucht, auch am Sabbat ihre Pflicht tun. Aber es , geht nicht. »Der kaufmännische Geist soll vorerst durch körperliche Arbeit gebrochen« und sie tätige, dem Staate nützliche Untertanen, werden. Zunächst werden sie nur »tolerierte Untertanen«, jedoch mit »Einräumung mehrerer bürgerlicher Rechte«. Von Versehung aller Staatsdienste sind sie auszuschließen »ob ich gleich denselben an und für sich die Fähigkeit dazu nicht absprechen kann«. — Die ׳Oberämter Hochberg (Schlosser) Roetteln und Badenweilerhaben empfohlen, den Juden alle Rechte der bleibenden Einwohner zu geben, die Abgaben,, proportional zu gestalten, ihnen die Existenz so leicht als möglich (sie zu Allem zuzulassen) zu machen. Dann würde die Anhänglichkeit und Liebe zum Lande kommen, zumal wenn bessere Jugendbildner, die das Wissen der Karlsruher

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