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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 3 · p. Seite 338

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 3
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1908-01-01
Page
Seite 338 (sequence 11)
Language
German
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338 Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. mission unterbreitet wurde. Für letzteres Gericht galt die Bezeichnung 1בית דין הנחל). 2. D i e Lehrver f assung de r Me tibta’s. Die Hochschulen von Sura, auch Mata .Mechasia genannt, und Pumbadita, die seit c. 200 d. gew. Z. blühten,, waren der Brennpunkt des öffentlichen geistigen Lebens der babylonischen, und, seit c. 400 wohl der gesammten Judenheit. Wohl haben politische Wirren mitunter die Tätigkeit der Jeschibas gestört, aber die Lehre des Lebens ließ• auch deren Träger immer wieder Kraft und Mut zu ihrer Verbreitung finden. So hatte die Wirksamkeit der Schule zu Pumbadita gegen Ende der Perserherrschaft zeitweilig eine Unterbrechung erfahren, so daß in Firuz-Schabur ein Lehrhaus, das von Mar bar Mari gegründet war, noch zu Scheriras Zeiten bestand2), und [;das zur Zeit der Eroberung durch Ali von R’Jizchak geleitet wurde. Auch in anderen Städten waren Lehrhäuser deren Tätigkeit allerdings der 1) Ich schließe dies aus T'schuboth ha-Geonim ed. Harkavy Nr* 198 S.;88, wo der Gerichtshof des damaligen אב ב״ד Hai als שער הישיבה ::bezeichnet wird, und es dann heißt: וגם הורמה אל בי ת; דין ה ג ד ו ל לפני אדוננו שרירא Vgl. ferner die Benennung von dem Gerichtshof Hai’s;als Gaon mit בית דין הגדול im Anschluß an den שער הישיבה ebendort in der Überschrift zu Nr. 419 fgg. S. 215״?) Vgl* Scherira a. a. O. S. 33 oben. Die betr. Mitteilg. Ist in mehrfacher Hinsicht von Wichtigkeit. Zunächst ersehen wir aus den Worten Scherira’s: זלא הוו יכולין למקבע פרקי. ואותובי׳ מתיבתא׳ ולמדבר גאונות, daß schon um diese Zeit, also noch vor dem Beginn der Araberherrschaft, es ein Gapnat gegeben hat, da von einer Unmöglichkeit, ,es zu führen, gesprochen wird, wonach die Ausführungen von Graetz in Note:2rS.351 , zu berichtigen wären. Ferner erklärt sich hiermit ganz einfach die Angelegenheit der Begegnung des R’Jizchak mit Ali in Firuz-Schabur, wie Halevy a. a. Q. S. 167—168 ausführt. Hier״ durch :erübrigt sich;auch die Vermutung BrülPs S*. 110• fgg., der dieses Zusammentreffen auf Bostanai und Omar beziehen will und die seltsame Hypothese aufstellt, daß4׳er• Bostanai feindliche Scherira an dessen Stelle einen Exilarchen Namens Jizcbak substituiert. Ebenso erledigen sich die Ausführungen von Graetz, der hinter די יצחק גאון noch סורא ergänzt, während in der Tat nur das Schullamsche Juchasin,

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