Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 332 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2829132-2829811-2829815-2888364--36226-2888457- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
332 Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. Geschichte der Perser und Araber unter den Sassaniden S. 390, Anm. 2). Wir entnehmen ferner dem Resp. Nr. 36 Z. 14—15 die drei Namen der Söhne Bostanais aus dieser Ehe: Schahriar (שהריאר), Gurnschah (!גורנשאד), und Mardanschah (.1גמארדאנשאד). Der Name Schahriar kommt auch noch gegen Ende des 8. Jahrhundert im Exilarchenhause vor, indem die Rechtssache eines Nathan ben Schahriar vor dem Gerichtshof des suranischen Gaons־ Zadok (c. 820) verhandelt wurde2). Ein Enkel des Schahriar heiratete nun eine Tochter des R. Chaninai3); ferner führen auf diese Nachkommenschaft BostanaPs ihre Abstammung zurück, der Resch Gola Sakkai, Sohn des R’Ahunai4) und der Gaon Natronai ben Hilai5). Auch Spätere berichten, daß von diesen BostanaPschen Sprossen mehrere Gaonen ihre Herkunft ableiten6). Gebenüber diesen Mitteilungen beansprucht ein anderer von Margoliouth in der JQR XIV S. 304 fgg.7) aus der Genisa des British Museum veröffentlichter Bericht insofern Beachtung, als aus ihm eine gegen Bostanai feindselige Stimmung spricht. Darnach habe dieser als sechzeh njähriger vergeblich von dem Usurpator des Exilarchats die ihm rechtmäßig zukommende Würde verlangt, bis der Chalif Omar, dem die Standhaftigkeit des Jünglings trotz der Be- 0 VgJ. auch a. a. O. S. 75, Anm. 2. а) Vgl. das von Ginzberg in JQR XVIII S. 455, veröffentlichte gaonäische Gutachten. 3) Vgl. s. 76, z. 23—24: ובתר הכין שקיל בר בדיה דשהריאמא בת רב חניגא♦ Es kann dies unmöglich, wie Schechter S. 75, Anm. 4 meint, derselbe Chaninai sein, der in Scha‘re Zedek 1. c. als דיאנא דבאבא genannt wird, denn dieser war jedenfalls ein Zeitgenosse BostanaPs, da er einen שטר שחרור für dessen Gattin geschrieben hat. 4) Vgl. über diesen Scherira ed. Neub. S. 36, Z. 5—6. б) .Vgl Schechter s. 77, z. 5: וקרוב היד. לחנך זרעי דשהריארא 6) Vgl. die Mitteilung von Jesaja di Tran! bei Brüll a. a. O. S. 111, Anm. 7) Den Anfang des Berichtes, gleichfalls aus einem Genisafragrnent, gab neuerdings Worman in JQR. XX, S. 212.