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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 3 · p. Seite 315

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 3
Article
Die talmudische Literatur der letzten Jahre
Date
1908-01-01
Page
Seite 315 (sequence 14)
Language
German
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Die talmudische Literatur der letzten Jahre. 315 S. 100 הטיינטון. Vgl. Straschun in ha-Maggid, VI, N. 15. S. 115 unter ל» רצה לקרותו. Vgl. Epstein, R. Moses ha-Darschan aus Narbonne, S. 26, 27. S. 139. Vgl. Threni rabbathi, ed. Buber, V, § 1. S. 143. Vgl. Steinschneider-Jubelschrift S. 189. S. 167 führt Ratner unter den Jeruschalmizitaten der älteren Autoren, die in unseren Texten nicht Vorkommen, auch zwei solcher Stellen aus dem Responsum, betreffend die Beschäftigung mit den profanen Wissenschaften, in Aschkenasis דברי חכמים, an, ohne erkannt zu haben, daß der Verfasser dieses Responsums ein Schelm gewesen, der zu Beweiszwecken Jeruschalmi — und andere Stellen — fabrizierte1). Dies kann aber mit Rücksicht auf folgende Stellen keinem Zweifel unterliegen Der Verfasser kennt ein: ספר היידיאי שם הגיא כל הויכוח שהיה מרפרם בר פפא ומר זוטרא שהיו ראשי ישיבות שבכבל עם בן והשי ריש אסכולוטיקי דהכימי אומי דבבל בענין השכל הנקנה אחר ה הפר ד(!) (S. 71). Oder: ועל זה אמרו בירושלמי הדרך ארץ מילין קדיש־ן דאורייתא אמכו־רוק-ל■ דאורייתא אימן לעלטא ובבואי• דבל אופין מינה טתנהרין ולא משפעא אורייתא להילין על הילי1 עכ״ל (S. 66). Wer kann hier nicht eine ungeschickte Nachahmung der Soharsprache erkennen?! — Man vermißt auch bei Ratner die für die Beurteilung der in unseren Texten fehlenden Jeruschalmizitate so wichtige Bemerkung, daß unter «Jeruschalmi» sehr oft »palästinische Midraschim« zu verstehen sind2). Aber trotz der Mängel, die hier hervorgehoben wurden, bleibt Ratners Verdienst um die Jeruschalmif orsc h ung und das Jeruschalmi Studium ungeschmälert. Keiner, der nur etwas von Textforschung versteht, wird Ratners Leistung unterschätzen können. Ratners Variantensammlung zum jerusalemischen Talmud wird für den Talmu- 1) Vgl. Epstein in ha-Maggid 1902, S. 360, 384. 2) Dies ist heute nicht mehr zweifelhaft. Vgl. H. Ghajes in Imre Binah 8; Reifmann in Beth Talmud IV, 145; Schon■ in der Einleitung zu Sefer ha-Ittim, S. XX.

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