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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 3 · p. Seite 276

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 3
Article
Die Satire in der jüdischen Literatur
Date
1908-01-01
Page
Seite 276 (sequence 20)
Language
German
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276 Die Satire in der jüdischen Literatur. Uns’re Speisekammern müßt du schonen, Bereite etwas, was den Magen füllt, Eine lange Brüh׳ mit wenig Bohnen Oder auch Erbsen wohl den Hunger stillt. Nennen ihr Land usw. Eines dabei darfst du nicht vergessen, Der Brühe beizumischen recht viel Klei׳, Denn die Armen wollen satt sich essen, Daher muß ergiebig sein der Brei. An der Kleie brauchst du nicht zu sparen, An den Körnern aber desto mehr; Diese sollen im Wasser fahren Wie der Sand auf dem Grunde im Meer. Nennen ihr Land usw. Am Sabbat und an den Feiertagen Genießen sie nicht besondere Speis’; Prachtvolle Gewänder doch sie tragen Und schmücken sich gern in jeder Weis׳. Firlefanz haben gern diese Gecken, Besonders glänzenden Kleiderschmuck. Ihren Kopf gar hochmütig sie strecken, Wenn auch der Magen nicht hat genug. Nennen ihr Land usw. Ihr Land am Rhein wird nicht mehr geachtet, Denn in ihm herrscht die bitterste Not. Als Land des Elends wird es betrachtet, Denn in ihm gibt es nur wenig Brot. Das Fleisch ist ein rarer Leckerbissen, Der in geringem Maß׳' genossen wird. Es wird in so kleine Stücke zerrissen,

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