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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 3 · p. Seite 267

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 3
Article
Die Satire in der jüdischen Literatur
Date
1908-01-01
Page
Seite 267 (sequence 11)
Language
German
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267 Die Satire in der jüdischen Literatur. Eine der interessantesten Satiren der jüdischen Literatur, die ebenfalls einen Konvertiten betrifft, ist die folgende. P r 0 f i a t D u ran, eigentlich Is aa k b. Mose Halevi, genannt Efodi, ein namhafter Gelehrter, wurde 1391 in Catalonien bei einer blutigen Verfolgung der Juden mit mehreren seiner Glaubensgenossen zur Taufe gezwungen. Er beschloß zusammen mit seinem Freunde David Bonet Giorno, der sich in derselben Zwangslage befand, nach Palästina äuszuwandern, um dort zum Glauben ihrer Väter zurückzukehren. Sie verabredeten sich, in einer südfranzösischen Hafenstadt zusammenzutrefferi, um von dort aus gemeinsam ihre Reise nach Palästina anzutreten. Profiat Duran traf aber daselbst seinen Freund nicht, sondern erhielt von ihm einen Brief, in dem er ihm mitteilte, daß er in dem neuen Glauben aus voller Überzeugung ausharren werde, und ihn in schwärmerischer Lobeserhebüng dieses Glaubens zu einem gleichen Schritte zu bewegen suchte. David Bonet Gi orno Ist zu seinem Verbleiben in Christentum, wie es scheint, durch seinen Lehrer Paulus Burgensis oder de Santa Maria veranläßt worden, der vor seiner Taufe Salomo Levi aus Burgos hieß, als Rabbiner sehr geschätzt war und nun in seiner hohen kirchlichen Stellung feindselig gegen die Juden aüfträt. (Graetz, Gesch. VIII, S. 84 ff.) Pro fiat Duran antwortete seinem Freunde David Bonet Gio r no in einer hebräischen Epistel, in der er dessen Verhalten billigte, zu dem ihn nicht der Verstand, sondern der Glaube allein bestimmte. Das sei ganz recht, dehn der Verstand des Menschen sei trügerisch und habe mit seinen Schlüssen und Beweisen in solchen Dingen gar nicht dreinzureden. Lass dich nur, rief er ihm zu, vom Verstände nicht berücken. Er strich die Überlegenheit des Christentums über das Judentum äußerordentlich heraus. Die Parallele, die er zwischen den beiden Glaubensbekennt״ nissen zog, beginnt mit dem oft wiederkehrenden Refrain

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