Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 4)
- Language
- German
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Besprechung. 255 wortet man nach ihm«, י— Für »segnen« muß es durchwegs heissen »loben«. »Gott segnen« ist gedankenlos. Das. Anm. 6 inbezug auf VII, 1, wo von »Sinimun« nach dem Genuß von Nahrungsmitteln, von denen die gesetzlichen Abgaben entweder gar nicht oder nur teilweise entrichtet wurden, die Rede ist, bemerkt Fiebig: »Ist das gar nicht der Fall, so darf man über sie nicht regelrecht den Segensspruch sprechen oder dazu auffordern, ist es nur teilweise der Fall, so darf man das nur n ach ihrem Genuß, nicht vor dem Genuß.« Diesen Exkurs in das Gebiet der Halacha hätte sich Fiebig ersparen sollen; seine Angabe ist ganz verfehlt. Schon die älteren Dezisoren sind darüber uneinig, ob über den Genuß von verbotenen Speisen eine ßenediktion zu sprechen sei. Die t a 1 m u d is c h e n Quellen sprechen für die verneinende Ansicht. Die Meinungsverschiedenheit der Dezisoren beschränkt sich aber bloß auf die Benediktion v o r dem Genuß. Aber beim Genuß von Nahrungsmitteln, von denen die gesetzlichen Abgaben teilweise entrichtet sind, muß vor und nach dem Genuß die Benediktion gesprochen werden. Darüber gibt es keine Meinungsverschiedenheit1). S. 19. Mit welchem Recht Fiebig den Schlußsatz von VII, 5, die Kontroverse zwischen R. Elieser und den Weisen, zu den »Streitpunkten zwischen den Schulen Hillels und Schammais« zählt, ist nicht einzusehen. Aus dem ersten Satze von VIII, 1 geht ja deutlich das Gegenteil hervor. S. 21. דיי] האמת in IX, 2 ist auch wörtlich: der wahrhaftige Richter, da אמת auch als Nominalapposition gebraucht wird2). S. 22, zu IX, 3. Vgl. oben S. 115. Anm. 1. S. 24 Anm. 2. Zur Begründung des Brauches, mit dem Gottesnamen zu grüßen, mit Prov. 23, 22 bemerkt Fiebig: »D. h. viell. im Zusammenhang hier: verachte nicht die angeführten Beispiele aus alter Zeit. Oder was mir noch besser zu passen scheint: verachte nicht deine Mutter, d. h. die Thora, weil sie schon so alt ist; denn die genannten Festsetzungen stützen sich nicht auf die Thora.« Das Bessere ist der Feind des Guten. Denn was Fiebig besser zu passen scheint, ist ja absolut unverständlich. Verachte nicht die Thora, weil die Festsetzungen sich nicht auf die Thora stützen! Und das soll eine Rechtfertigung der Festsetzungen sein? Das. Anm. 6. Zur Übersetzung des ersten Verses des Schema, Deut. 6, 4, durch: »Höre, Israel, Jhw, unser Gott, Jhw ist einer,« *) Vgl. Mischneh Thorah, ברכות I, 11, 20 und Kessef Mischneh. 2) Vgl. Deut. 13, 15; 17, 4; 22, 20; I, R. 10, 6; Jer. 42, 5; אמת ויציב in der MÖrgeribehed iktiöri nach dem Schema.