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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 2 · p. Seite 254

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1908-01-01
Page
Seite 254 (sequence 3)
Language
German
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254 Besprechung. ׳.»Gerufenen׳« die Schlußb enediktion1}. לזמן darf daher nicht üb ersetzt werden: e inan der zum Tischsegeusspruch aufzufordern, sondern : sich zum Sprechen des Tischgebetes zu vereinigen. Das ist »Simmun« (זימון), wiewohl im W o r te auch der Begriff »auffordern« enthalten ist. Bei weniger als drei Teilnehmern mußte j eder für s i ch die Benediktionen sprechen (לחלק). Diesen Brauch bei gemeinsanier Mahlzeit hätte Fiebig auch aus d r e i w i c h Mg e n E r«. z ä h l u n g e n d e s N e u e n T e s t a m e n t s, den beiden Brot* wundern2) und der Einsetzung des Abendmahles3) kennen müssen. In allen drei Stellen spricht Jesus all ein die Benediktion über das Brot und den Wein. S. 17. נברך und ברכו sind die, Anfangsworte des Satzes: »נברך (ברכס על המזון שאכלנו Wir w o;1:1 e n 1 :ס b e n (1 o b e t) für die Speise* die wir gegessen haben«4). Dieser Satz mit seiner KorrespondenZj dem von der Tischgesellschaft gesprochenen »Gelobt.. .« wird die Simmunbenediktion ■genannt5). נברך und ברכל dürfen daher nicht übersetzt werden: »lasset uns den Segensspruch sprechen« und »sprechet den Segensspruch«, sondern: »wir wollen lob e n«, »1 obe t«. Das. »Bei 10 sagt man : »lasset uns segnen unsern Gott,« bei 10 + ihm sagt man; »segnet« — es ist einerlei, ob es 10 oder Myriaden sind —; bei 100 sagt man: »lasset uns segnen Jhw, unsern Gott«, bei 100 ihm sagt man: »segnet;« bei 1000 sagt man: »lasset uns s e g n e n Jhw unsern Gott, den Gott Israels«, bei 1000 -f« ihm sagt man: »segnet;« bei 10,000 sagt man: »lasset uns segnen Jhw, unsern Gott, den Gott Israels, den Gott der Heerscharen> der da sitzt über den Cherubim«; bei .10.000 ihm sagt man : »segnet«. — In derselben Weise wie er segnet, so ant- *) Megillah III, 1; vgl. Babli 21b. Im Jerusch., Ber. VII, 1 (ll.b 1), wird dies mit dem Brauch bei den Mahlzeiten in Zusammenhang gebracht. 2) Ev. Matth. 14, 19; 15, 36; Marc. 6, 41; 8, 6, 7; Luc. 9, 16; Johl 6, 11. 3) D. h. die Stelle, auf welche dieses zurückgeführt wird: Ev. Matth. 26, 26, 27; Marc. 14, 22, 23; Luc. 22, 17, 19, 20. — Marc. 8, 7 hat gegen die andern Berichte auch eine Benediktion über die Fische, was der Gepflogenheit widerspricht; ygl. Berachoth VI, 5: durch die Bienediktion über das B r o t entfällt die über die N e b e n sp e i s e n. Oder, bei kleinerer Gesellschaft: wir wollen loben den, von dessen (Speise) wir gegessen נברך שאכלנו משלו, Berachoth 50 a. ברכת הזימון־, Toseftha Berachoth VII, 1; Babli 46 a, 48 b; Je!usch. VII, 1 (11 b 40 f.).

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