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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 2 · p. Seite 246

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 2
Article
Zu Marmorsteins Mitteilungen aus den in Cambridge aufbewahrten Geniza-Fragmenten [Nachricht]
Date
1908-01-01
Page
Seite 246 (sequence 2)
Language
German
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246 Notiz. er seinen Forschungen getrost zugrunde legen darf. Wenn das Unverständlichste und Korrupteste ohne jede Bemerkung geboten wird, als ob es dem Herausgeber klar und verständlich wäre כביעתא במתדוא, entstehen unfehlbar störende Unsicherheit und arge Verlegenheit bei der wissenschaftlichen Verwertung des Gebotenen; man weiß nicht recht: ist das die La. der Handschrift, hat der Kopist falsch gelesen, liegt ein iapsus calami vor, trägt der Setzer die Schuld, oder — ist alles in bester Ordnung? Denn der Herausgeber hat es ja offenbar verstanden, und wer es nicht versteht, hat die Schuld daran nur der eigenen Unwissenheit zuzuschreibeh. Ferner darf es wohl als wünschenswert bezeichnet werden, daß die Texte nicht unter fremder Flagge segeln, daß sie nicht schon in den Überschriften als das bezeichnet werden, ,was sie — nicht sind. Das Etikette ist hier keineswegs gleichgiltig. Es führt den Leser irre, und wird zuweilen für den Editor selbst verhängnisvoll. Dafür sei hier der Beweis geliefert. Herr Dr. A. M arm o r s t e in bringt in Nr. 11/12 des letzten Jahrganges dieser Zeitschrift (S. 733 ff.) die zweite Serie seiner »Beiträge zur Geschichte und Literatur der gaonäischen Periode« zum Abdruck, eine Reihe von Fragmenten, die an sich wohl einiges Interessante bieten, mit der »Geschichte und Literatur der gaonäischen Periode« aber ebensowenig etwas zu schaffen haben, wie die in der etsteh Serie ehthaitehen Stücke (Mönatschr. Jahrg. 50, 1906, S. 589 fb). Aber die Überschrift nennt nun einmal die »gäonäische Periode׳/, und das verleitet Herrn Dr. Märmorstein, die ganze gäonäische Literatür zu dürchstöberh, um einen Namen zu finden, dessen Träger »vielleicht« oder »vermutlich« mit dem Träger desselben Namens in einem Seiher Fragmente identifiziert werden könnte. Gelingt das nicht, dann will er Wenigstens zeitlich in der Nähe der Geonitn-Periode bleiben, und das hält ihn davon ab, den richtigen Spuren zu folgen und die Verfasser der einzelnen Stücke, soweit als möglich, zu ermitteln. Dieser Umstand hat schön in der ersten Serie zu fälschen Schlüssen und zü ItTtümefii geführt, vön denen hier nur einer berichtigt weirden soll. Den Vers: יצא לאדוני כבן מגש חניך ד:לב übersetzt M. (S. 601) : »Der Name des Nagid ist so gefeiert, wie der des C h än 6 c h Ibn M i g ä s c hl« Er setzt dann fort: »D as ic a n n u 11m ö gl i ch ein an de t e r ä 1 s e in S panier ge sch rieb e n hab bn,ü nÖ e i ti^ Anhän ger d e s Gh an ö ch i m S tr eit e g e g 6 h J ös e p hben I sä kl bn Ab itur um die Ra b b i ri a t sw ütd el Däöäch steht R. Chanöch noch im höchsten Ruhme und ist höch am Leben. Hieraus gewinnen Wir einen Anhaltspunkt für das Üatürii unseres Schriftstückes; es wurde also vor 1014, deH

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