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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 2 · p. Seite 245

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 2
Article
Zu Marmorsteins Mitteilungen aus den in Cambridge aufbewahrten Geniza-Fragmenten [Nachricht]
Date
1908-01-01
Page
Seite 245 (sequence 1)
Language
German
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Notizen־ Zu Marmorsteins Mitteilungen aus den in Cambridge aufbewahrten Geniza-Fragmenten, erhalten wir ferner!olgende Bemerkungen: 2. Dar verkannte Jehuda ha־Lewi. Die Veröffentlichung der Genisa-Fragmente ist, wenn nur das absolut Wertlose ausgeschaltet wird, unstreitig ein verdienstliches Werk, auch wenn es sich nicht gleich um einen Ben-Sira handelt. Die einzelnen, zusammenhanglosen Bruchstücke aus alter, halbvergessener Zeit lassen sich von kundiger Hand aneinanderfügen und zu einem Mosaikbild verarbeiten, das uns in Staunen und Bewunderung versetzt. Das Leben und Leiden ganzer Generationen erfährt durch sie eine neue Beleuchtung; das Denken und Schaffen hervorragender Geisteshelden '־— erst durch sie erhalten wir rechte Kunde davon, erst jetzt sind wir in der Lage, sie ihrem ganzen Umfange und ihrem reichen und mannichfaltigen Inhalte nach zu würdigen. Man denke nur an das, was wir über die Geonim und ihr Wirken, über die Kämpfe Saadja’s udgl., erfahren haben und täglich noch erfahren. Aber auch Fragmente, die nichts anderes bieten, als die Möglichkeit, bereits bekannte Texte an der Hand alter Zeugnisse zu berichtigen, wo wir bisher auf Kombination und Willkür angewiesen waren, verdienen es, aus dem Dunkel an’s Licht geführt zu werden. Nur muß man von den Herren Editoren mancherlei verlangen, was vielleicht noch.nicht nachdrücklich genug betont wurde, trotzdem sich die Gelegenheit hierzu oft genug bietet. So wäre es z. B. nicht überflüssig und nicht unberechtigt zu wünschen, daß die Herren den Texten, die sie edieren wollen, die größte Sorgfalt zuwenden, sie vor allem — selbst gründlich zu verstehen sich bemühen, und wo die Beschaffenheit der Texte das rieh״ tige Verständnis unmöglich macht, diesen Umstand besonders her״ vorheben. Nur so kann der Leser oder Forscher mit einiger Sicher״ heit annehmen, daß er wirklich eine genaue Kopie vor sich habe, die

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