Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Juden in neuen Romanen
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 3)
- Language
- German
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Analekten. 237 ,ggnz junges •;Mädchen von einem Juden ^Siegfried Büydnso»hn, dem Sohne .ihres Pensionsyaters, mißbraught und, #ls sie sich Mutter fühjte, verlassen worden ist. Infolge der ihr ^angetanen Schmach hegt sie gegen diese »Aussaug.er, gegen diese u'ndeutsche Rasse« den gri(^mAgs|en Hass; d^r peinjgende Zweifel ihres ganzen Lebens ist «der, ,pb , sie, da von einem Juden entehrt, überhaupt, würdig sei, ,deutsche Kinder zu ,haben. Zwischen diesem fanatischen H$ss und dem Wohlwollen ,steht die nüchterne Skepsis. Die Mutter des ^»Prinzen Kuckuck« yop 0. J. ,Bierbaum^ (München, G. Müller) ist eine Jüdin .Sarah, die Tochter eines .spanischen, die Wittwe eines .^.eiitschT^merlkani.sc^en. Jeden, einepeiche, ,^wunderbar schöne ״Frau, ,die als Wittwe in Dresden ,sich zu gleicher Zeit;einem russischen General und ,einem deutsch-gräflichen Musiker hingiht, eine^pi fanatischen f.^a^:ner-..und Bismarckenthusiasten, und einen Sohn zur A^elt bringt, bei dem sie selbst nicht sagen kann, wer eigentlich der Vater ist. Qas Kind, zuerst zu Bauern .Starnberger; . See in Pflege ,gegeben, wird dann vpn ,einem in München lebenden, kinderlosen Hamburger, der lange ^Z^it in ,Amerika lebte, adaptiert. Diesps Kind, eJben der Prinz Kupkuk, Hentel- Henry Felix, -־־ das zuerst Jkatholj sch getauft, dann durch seinen Adoptivvater zum Protestantismus übergeführt wurde, ist ein sehr begabter, aber yerjpgeper rind hochmütiger Bjursche. Diese seine fEigensxhaf|en werden freilich nicht durchaus .als jüdische bezeichnet, pnd auch .seine .ז61ןמ^- y/ürdige Entwicklung spll zunächst nicht als Folge se|ngr ,Gehurt, als;jKipd einer JOdin;.J1i.nges^ejlt .werden♦ Die .^te|lj1ng «des ^Verfassers zur Judenfrage kpiprnt eigentlich ,erst im c^rjtten.|^nd[;e Ausdruck. ,Qffepbar .,wollte^r in.,d.iesem Helden ,einen pjid ,jyen.n-, auch nicht seine yerruchte Sinnlichkeit, so 4$C:h ^sejn?Frdtzent1rm jind^seine Feigheit jils Eigenschaften J$ran<|- rnarken, die ,ihm als defh Judensprüßling oder als Jud^n-