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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 2 · p. Seite 182

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 2
Article
Im Namen ... [Rezension]
Date
1908-01-01
Page
Seite 182 (sequence 21)
Language
German
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182 Im Namen .... eine der schwächsten Seiten seines Buches, ein fundamentaler Mangel! G e r a d e Ä g y p t e n nämlich, auf das er (219) nur einen »ganz flüchtigen Blick« werfen zu sollen meint, ist das Ursprungsland fast des ganzen antiken Namensaberglaubens, hier ist die Heimat mindestens dieses Teils der praktischen Gnosis und zwischen Altägypten und der Gnosis liegt der essäische, samaritanische und christliche Namenzauber, wie ich ganz ausführlich (S. 86—120) dargetan habe. Dieses für die Beantwortung unserer r e 1 i gi 0 n sg es ch ichtlich en Frage entscheidende Verhältnis hat Heitmüller gar nicht erkannt! Sehr dankenswert ist der folgende Abschnitt: der Name Jesus und sein Gebrauch im alten Christentum, wenngleich mir zum Erweise eines bereits urchristlichen Namenglaubens der Gang von rückwärts her nicht erforderlich scheint Ich stimme auch mit ihm überein, daß sjch (S. 256) die enge Verquickung des jungen Christentums und zwar schon in seinen ersten Anfängen mit dem großen Strom der allgemeinen Religionsgeschichte kaum irgendwo so deutlich wie hier zeigt. Aber hat Herr Heitmüller auch bedacht, welches Urteil er hiermit dem Christentum spricht? Zwar verfehlt er nicht, die bedenkliehen Folgerungen mit den bei den christlichen Forschern üblichen apologetischen Exordien zu beschwören (und Apologeten sind sie alle, so kritisch sie anfangen): »aber die reinigende und läuternde Kraft des Evangeliums hat sich auch hier bewährt usw. Indessen, so leichten Kaufes ist hier nicht davon zu kommen! Auch das Christentum muß nach dem Gesetz, nach dem es angetreten, seinen Lauf vollenden. Es kann den Konsequenzen seiner Entstehung und Abstammung nicht entrinnen. Gewiß hat auch das Judentum im Laufe der Jahrhunderte den vielfältigsten Aberglauben angesetzt, aber es konnte und kann ihn jederzeit wieder abstoßen, weil er ihm nicht nur nicht schon im Keime mitgegeben war, sondern weil es im schroffsten Gegensatz

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