Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 2 · p. Seite 181

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 2
Article
Im Namen ... [Rezension]
Date
1908-01-01
Page
Seite 181 (sequence 20)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2829132-2829811-2829814-2888205--36058-2888281
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Im Namen . . . 181 daß nach ursprünglicher Anschauung die Lade der Sitz Jhws selber war. Ebenso ist es »bekanntlich«, daß irh A. T. der Segen als exhibitiv zu denken und eine objektive, reale Macht ist (S. 173 vgl. meine Ausführungen S. 47 gegen Giesebrecht). Ebenso zeigt sich der Verfasser mit den neuesten »Errungenschaften« der alttestam. Wissenschaft vertraut und einverstanden, wenn ihm das Kainszeichen natürlich ein Stammeszeichen und zugleich Kultzeichen ist» wohin auch Ez 9,4 und Jes. 44, 5 gehören söllen, nämlich in das Gebiet der religiösen Tätowierung und Stigmatisation mit dem zauberkräftigen gegen feindliche böse Geister Schutz gewährenden Namen. Für eine nüchterne nicht von vornherein dem Ä. T. gerade die »massivsten« Vorstellungen aufzwingende Betrachtung, wird es wohl bei meinem schon gegen Giesebrecht geführten Nachweis (S. 43) sein Bewenden haben müssen, daß sich auch nicht eine einzige wirklich beweisende Stelle für Namenzauber anführen läßt Umso reicher fließen die Quellen aus dem damaligen syrikretistischen Heidentum. Aber auch an diesem Teil der Darstellung habe ich sehr Erhebliches auszusetzen. Von einer Untersuchung, die sich religionsgeschichtlich nennt, verlange ich wenigstens den Versuch die g e s c h i c h 11 i che n U Sprünge der in Rede stehenden Erscheinung und die zu ihr führenden geschichtlichen Vermittelungen nachzuweisen. Es ist daher ein organischer Fehler der Untersuchung, wenn sie diese zentralen Fragen entweder nur streift oder in Exkursen behandelt. Einer dieser Exkurse Heitmüllers behandelt a) Babylonisches, b) Persisches, c) Mandäisches. Das Babylonische hat H., durch irreleitenäe Übersetzungen verführt, überschätzt, vbm Persischen hätte ich den Stellen des Ormuzd Yasht mehr Beachtung schenken sollen, das Manääische ist für unsere Frage, als spät und abgeleitet, wertlos, ln einem andern Exkurs bringt Heitm. einiges Wenige aus Ägypten, und das iS*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.