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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 2 · p. Seite 179

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 2
Article
Im Namen ... [Rezension]
Date
1908-01-01
Page
Seite 179 (sequence 18)
Language
German
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Im Namen . . . . 179 dabei Vorkommen können, mag das Beispiel S. 178,1 zeigen, wo er von dem »F e u e r s t r 0 m Dinur« erzählt. Diese amüsante Wiedergabe von גהר דינור käme einer Übersetzungwo-raplc ttupö? der Feuerstrom Pyros gleich. Auch ist es immer belustigend, wenn Stellen aus dem Talmud z. B. in folgender Weise zitiert werden: R. Samuel ait, R. Jochanan dixisse etc. Als wenn der Talmud lateinisch geschrieben wäre! Dürfen sich die christlichen Theologen, sie, die sich uns gegenüber so oft als die Pächter strenger Wissenschaftlichkeit geberden, wundern, daß wir ihnen das Recht, in diesen Dingen als Kenner mitzureden, abstreiten, wenn sie sich nur an den Krücken eines Surenhusius, Schöttgen usw. fortzuhelfen vermögen? Man begreift dann aber auch, warum der höchsten Lobes sicher sein kann, der ihnen nur Material und Übersetzungen liefert. So stehen denn nun friedlich nebeneinander der babylonische Talmud, das Targum Jonatan, die samaritanische Chronik, das Targum zu Kohelet, Pesikta rabbati, Numeri rabba usw. usw. Also Schriften, die teilweise bis unter das Zeitalter der Kreuzzüge hinabgehen! Eigentlich hätte diese Methode ihn nicht gehindert, auch noch die Chassidim unseres 20. Jahrhunderts heranzuziehen. Aber was beweist dies alles für jüdisehen Namenzauber in der legitimen jüdischen Religion zut Zeit Jesu? Garnichts! Erst spät kommt H. auf den Gedanken (S. 147), »Gegen das bisher beigebrachte Material wird man vielleicht den Einwand erheben (In der Tat, wir erheben ihn!) es sei zum großen Teil so späten Schriften entnommen, daß es für die dem ältesten Christentum gleichzeitigen jüdischen Anschauungen nichts beweisen könne.« Und was weiß er gegen diesen Einwand zu sagen? Dies: wohl auf keinem Gebiete sind die Anschauungen so konstant wie auf dem Gebiet des Aberglaubens und der Zauberei. — Ich will gege!n den Satz in seiner Allgemeinheit nichts sagen, aber in dieser Allgemeinheit nützt er uns eben nichts in dem besonäern Fall, wenn ich seine Richtigkeit nicht für 12*

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