Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 2 · p. Seite 175

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 2
Article
Im Namen ... [Rezension]
Date
1908-01-01
Page
Seite 175 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2829132-2829811-2829814-2888205--36052-2888275
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Im Namen . . . . 175 ich mir nicht mehr recht erklären kann, da ich das betr. Dokument gleichfalls ausgezogen hatte. Dafür bin ich aber jetzt in der Lage, noch eine nachträglich gefundene s ch Iagen de Stelle aus der Profangräcität, aus der H. nach Heinrici nur die Phrase öptfvoct 82; ovo^a ׳uvoc aus Herodian anzuführen weiß (die sich aber auch sonst findet!) beizubringen : Plut de Isid. et Osir. c. 63: Euhemeros tso; v0fu£optivou$ 9׳-sou^ 7׳ravT0c<; o^oc^o)^ S 10c Ypoc? (ein technischer Geschäftsausdruck!) sl; övopux GTTpocTyiyöv x.od vocoap^wv xocl ßocfftXswv che; Sr! ׳rcaXai ך5ךovotov. Besitzrecht heißt 6. vielleicht auch Lucian Nigrin 26. aTOXaust tou ovoaodro;. Aus der »semitischen Gräcität« weiß H. für die Formel nur III Macc. 29 anzuführen. Wie ich meine, fälschlich; es ist Nachahmung des biblischen הקדיש לשם. Übrigens ist gerade III Macc. in einer geradezu raffinierten »griechischen Gräciät« geschrieben. In der N. tlichen Literatur gesteht H. wenigstens für Mt. 10,41 f., vielleicht auch Mt. 18,5 Mc. 9,37 Lc. 9, 48 zu, daß sk 0. nicht aus dem Griechischen zu erklären sei (s. 0.) Es ist natürlich — rabb. לשם. So hat es schon Vitringa (quid sibi velit phrasis Scripturae N. T. *baptizarein nomen alicuius« in Sacrr. Observatt. üb. III c. 22 erklärt, von dessen Abhandlung H.mit Recht sagt, daß sie von großem Einfluß gewesen ist. Von ihm stammen nämlich die rabbinischen Zitate! Hingegen leugnet H.den Einfluß des rabbinischen לשם auf sl; o. nach und will es nach der dem hellenistischen Weltgriechisch jener Zeit angehörenden Formel erklären. Zwei Fragen bleiben hierbei unbeantwortet: woher stammt denn nun aber dieses hellenistische 8k 0 סזד׳., von dem sich im klassischen Griechisch, und woher rabbinisches לשם, von dem sich im klassischen Hebräisch keine Spur findet? Nachdem ich nach jeder andern Quelle vergebens geforscht hatte, kam ich zu dem Resultat, beide können keinen andern Ursprung haben, als das lateinische nomen. Es sind termini des Rechtsgeschäfts, besonders des Bankverkehrs, des Contocorrentverkehrs; nomen Conto,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.