Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Im Namen ... [Rezension]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 174 (sequence 13)
- Language
- German
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174 Im Nameex . »Richtiger wird von J. eine Verschiedenheit der Bedeutungen des ovojxa (mit und ohne Präposition) im N. T. anerkannt.« Daß im Einzelnen manches strittig sein kann, will ich gerne zugeben. Die Deutung möglichst aller Stellen nach demselben Schema ist zu mechanisch, und auch Br. kommt das Einerlei der H.’schen Erklärung manchmal erzwungen vor, während Böhmer sich zu fast überschwänglichen Lobsprüchen für meine neutestamentliche Exegese gegen die von H. erhebt. Besonders bei mehreren paulinischen Stellen (II. Thess. 3, 6, Gor. 1,10; 5,4; 0,11) ist H’s Erklärung zu matt, ich möchte sagen : zu materialistisch und drückt das N. T. denn doch zu tief herab. Ich habe doch nur für einige Stellen eine Zaubermacht des Namens angenommen, bei H. geht seine Kraft viel weiter. Auch die johanneisehen Stellen behandelt H. auf dieselbe Art. Wie flach und nichtssagend wäre es, wenn od-rstv iv öv0[Mc׳n nichts anderes heißen soll als: unter Gebrauch des Namens, so daß schon die Nennung des Wortes »Jesus« genügen soll, um alles von Gott zu erlangen. Es heißt ja doch 14, 12 ausdrücklich 6 mavst>0>v slt s[xs (s. auch H. selbst 81.) Nicht die übrigen Ausleger, sondern H. selbst trifft hier der Vorwurf der »Verflachung« des Begriffes 6'voaoc. Es versteht sich von selbst, daß H. auch die Formel ß0CT;׳r1£s1v sv (stco) 8. erklärt: taufen mit Nennung des Namens. Langwieriger ist die Untersuchung über ß«7cT0£stv clg 0. H. untersucht zuerst die Formel sl? tö 0. in der Profangräzität. Er kommt zu dem Resultat, daß dieser Ausdruck bereits vor der Entstehung des N. T. eine in der hellenistischen Weltsprache geläufige Formel war. Sie bezeichnet die Zueignung an eine Person, die Herstellung des. Verhältnisses der Zugehörigkeit. Zu demselben Resultat bin auch ich gekommen, und zwar auf Grund desselben sprachlichen Materials, hauptsächlich aus den Papyri. Ich habe mich gefreut, aus H. zu ersehen, daß mir keine seiner Stellen entgangen ist, mit Ausnahme von Nr. 4, was