Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Im Namen ... [Rezension]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 173 (sequence 12)
- Language
- German
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Im Namen . . * 173 Richtig betont H. für Stellen wie iSoupiovKx■־facße&Xsiv lv 6. u. a., daß es sich um eine Nennung des Namens handelt (55 ff.), aber dabei fragt man sich immer wieder, wie dies durch die Präposition iv ausgedrückt werden kann* wenn es nicht eine mechanische Übernahme aus der Sept. ist. Nur die Sache ist auch griechisch, nicht der sprachliche Ausdruck. Hingegen ist m. E. wieder verfehlt die Erklärung von Ausdrücken wie 'koCkzXv stci, StSoccmsw bni, 7cappY)<na.£sa8׳m sv, >t71pu^8׳-fivat Immer wieder will H. hierbei die Übersetzung: »unter Nennung« durchsetzen. Daß auch an solchen Stellen der Name genannt werden muß, habe ich gleichfalls gesagt (S. 56). Aber hier ist denn doch ovöjjuz viel mehr als das bloße Wort »Jesus«. Es ist der ganze Inhalt dieses Wortes, welchen ich (S. 54 ff.) präzisiert habe als: »die Messiasqualität und Gottessohnschaft Jesus, ferner der Glaube daran und sein Bekenntnis.« Das ist die Bedeutung von 0. an den bei weitem meisten Stellen des N. T. Daß die Bestimmung H.’s (immer unter Nennung des Namens) viel zu eng ist, beweisen Stellen, wie Act. 4,17,18; 5,28; 8,12; 9, 27 f., 1 Cor. 1,10, Col. 3,17. Wenn die Apostel weiter nichts getan hätten, als daß sie Jesus Namen nanut en, so hätte sich der hohe Rat nicht so sehr beunruhigt. Aber sie predigten von Jesus als von Gottes Sohn uftd dem Messias. Selbst für die Stellen Mt. 10, 41; 18,5 (= Mt. 9, 37, Lc. 9, 48), Mt. 10,41 f. hätte H. gar zu gerne seine Lieblingserklärung durchgesetzt, muß aber doch zugeben, daß sie vielleicht nicht auf gleicher Stufe mit den andern stehen, und der Umstand, daß wir hier eine semitische Grundlage letzthin wenigstens vermuten dürfen, eine andere Deutung ermögliche. Die Sache ist durchaus nicht so problematisch, es liegt zweifelsohne das neuhebr. לשם zu Grunde, daher ich diese Stellen wieder unter eine besondere Kategorie vereinigt habe. Auch Brandt hat meine Einteilung gebilligt :