Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Im Namen ... [Rezension]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 172 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829811-2829814-2888205--36049-2888272- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
172 Im Namen . . . . für das N. T. war es von unbekanntem oder unverstandenem Ursprung. Gleich die erste von H. erklärte Stelle belehrt darüber. Das neutestamtl. Zitat von 118, 26 sei ebenso wie das Hebr. zu übersetzen : »Gesegnet (bez. gegrüßt) sei mit dem Namen d. h. unter, durch Aussprechung des Namens des Herrn* der Kommende.« Schon im Hebr. ist das (s. bei mir S. 36 f.) nur eine unter mehreren möglichen Erklärungen, im N. T. aber kann es nach dem Zusammenhang nur bedeuten: »Gesegnet sei, der da kommt im Namen, d. h. in Stellvertretung des Herrn«, wie man es stets aufgefaßt hat. Wir haben also hier im N. T. eine Bedeutung von sv ovojxa^, die sich in keiner Weise durch hebr.-septuagintales בשם erklären läßt. Ebenso zweifellos ist der Begriff der Stell- Vertretung an den johanneischen Stellen 5,43; 10, 25; 14,26 (vielleicht auch noch 1 Cor. 5,4), so daß nichts übrig bleibt, als hieraus eine besondere Klasse von övofxoc zu bilden. Nur gewaltsam kann H. seine konstante Erklärung festhalten, muß aber schließlich doch sagen, man könne für Joh. 5,43 (syo) sTarftu'ö’a sv tö övoaccTt tou ׳rcaTpos mit der Übersetzung: »ich bin gekommen unter Nennung des Namens meines Vaters (als dessen, der mich gesandt hat; dieser Zusatz möchte den Übergang zu: »im Aufträge« erkünsteln!) au sk o m m e n, es empfehle sich aber doch die Übersetzung: »Im Aufträge«, und man sei v i e 11 e ich t berechtigt, im Unterschiede von den parallelen synoptischen Stellen Joh. 12,13 in dem Zitat aus 118,26 sv 0v6[;.0cTt zupiou mit sp^opisvo; zu verbinden und zu übersetzen: »gesegnet, der da kommt im Namen, im Aufträge des Herrn.« Er hilft sich damit, daß er diese Bedeutung ü b e rt rage n nennt, und wir uns an jener Stelle den Übergang als sich vollziehend oder auch als bereits vollzogen zu denken haben. Worin dieser Übergang bestehe, teilt H. nicht mit, wie er denn aus dem A. T. nur Eine Stelle weiß, an der בשם eine derartige Bedeutung haben könnte (Jer.. 29,25, S. 40). -