Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Im Namen ... [Rezension]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 169 (sequence 8)
- Language
- German
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Im Namen . . . . 169 ist ein Zugeständnis an das Griechische, aber das bei weitem häufigste sv tco ovopuzav ist nach allem; was wir wissen (wozu ich vorher die Profangräcität untersucht hatte, S. 128f.) ganz ungriechisch und einfach eine mechanisehe Übersetzung von ב ,בשם sv, שם ==■ ovo^a. H. hingegen behauptet, diese Formeln seien Eigentum der lebenden Sprache der alexandrinischen, überhaupt der griechisch redenden Juden geworden, resp. gewesen. Das ist die *semitische Gräcität,« von der H. oft spricht. Es ist klar, welchen weiteren Gang nun H.’s Argumentation nehmen wird. Auch das neutestam. sv (tco) ovo^oc^t, entstammt der lebendigen Sprache, jener semitischen Gräcität, und ist ebenso wie das alttestam. בשם, dessen direkter Enkel es ist, zu erklären, nämlich stets unter Nennung und Anrufung, mit Benützung des Namens. Ich bestreite entschieden die Existenz einer in den grammatisch und stilistisch ungriechischen Formeln der Septuaginta redenden, unter den Juden 1 eb end igen semitir sehen Gräcität, so lange man mir nicht ein Dokument derselben zeigt. Ich behaupte, daß niemals ein griechischer Jude, außer wenn er die Bibel zitierte öder ihre Sprache absichtlich literarisch nachahmte, im gewöhnlichen Leben einen Satz gesprochen hätte wie den: 2, 9) 7r06p1avst<; ocütou? sv paßÜtp a1&׳np£, oder (Gen. 3,14) s7axaTapaT6<; au oltzq ׳TuavTov ׳t&v '/.tiqvöv, oder (11,10) ulös sxoctov stwv, oder (24,38) sv 01(; wapowteä sv tדך (?׳) aoT&v, oder (48,15) נס su7)ps jTYigoc svomov ocutou, oder (Num. 14,31־) /.^y,povo׳p1coufft• Tnv דך^ y!v OasTc a7rso־T7)<ys a7r ,aoTyfc, oder (Gen. 2,24) sgövtou 01 Söo aapx.cz p!a.v, oder (Ex. 11,1) sx.ßo'Xij sxßa’Xst upc.a<;, oder (15,26) sav axovi ax,oua7)s, oder (Gen. 15, 1) sysvtv97) pypuz *upiou 7vpö? \Aßpap. Xsycov und zahllose andere Wendungen (s. z. B. Kaulens Einleitung 103). Dieses Griechisch, das durch das Bestreben, möglichst jeden Bestandteil des hebräisehen Textes wiederzugeben, zustande gekommen ist, hat in der Tat nur ein papiernes Dasein in den Papyros-Rollen