Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die bibelwissenschaftliche Literatur der letzten Jahre
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 16)
- Language
- German
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i 60 Die bibelwissenschaftliche Literatur der letzten Jahre. "לא תבואו, Hosea 8,5—6 ״זנח עגלך שומרון וגוי כי■ שבבים יהי׳ עגל «ויעשו להם מסכה מכספם .... ־מעשי חרשים ... זובחי 2 ,13 ,שוטרוך אדם עגלים ישקוך. Was das Ephod war, darüber ist man heute noch vollständig im Dunkeln, wie es die diesbezüglichen zahlreichen Spezialuntersuchungen der letzten Jahre beweisen• Ein JHW-Bild war es sicherlich nicht, darin stimmen alle Resultate überein, Die Micha-Episode (Richter c. 17 und 18) darf nicht mit der legitimen Religion Israels, auch der der vorprophetischen Zeit, verwechselt werden. Welchen Begriff müßte man vom Christentum bekommen, wollte man es nach dem heutigen russisch-christlichen Heidentum beurteilen. Wenn das alte Israel zu irgend einer Zeit JHW- Bilder gehabt hätte, dann würden die vielfachen palästinensischen Ausgrabungen solche zutage gefördert haben, wie dies bei den zahlreichen AStarte-Bildern der Fall war. Dalmans phantastische Kombination, betreffs der Figur auf dem in Megiddo gefundenen Siegelring des שמע עבד ירבעם, ist von allen Fachgelehrten als eine ganz verhängnisvolle Willkür bezeichnet worden. Daß der hebräische Sprachschatz noch nicht einmal ein Wort für einen weiblichen Begriff des JHW besitzt, spricht wahrlich nicht für die Entwicklungstheorie. Ebensowenig darf die Geschichte der Tochter Jephtas einfach auf Konto der vorprophetischen Religion Israels gesetzt werden. Eine Religion darf so wenig wie irgend eine andere öffentliche Institution für alle ihre Auswüchse verantworlich gemacht werden. Daß endlich der alte Israelit bei dem Gottesnamen אלהים durchaus nicht an die plurale Bedeutung des Wortes gedacht hat, beweisen die Wendungen wie "ד׳ הוא האלהים« (1 Kön. 18,84) und ״ד׳ הו א האלהים בשמים ממעל ועל הארץ מתחת אין עוד" (V. M. 4,39) aufs Entschiedenste, wenngleich die Philologen die Spracherscheinung als ein Rätsel anstaunen1). *) Dieses Räthsel vom plurälen Göttesnamen ״אלהים״ über das seit Jahrtausenden schon so unendlich viel gehandelt worden ist, hat