Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die bibelwissenschaftliche Literatur der letzten Jahre
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 6)
- Language
- German
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150 Die bibelWisserischaftlichb Literatur der letzten Jahre. die auf dieser Stufe stehenden Judäer verteidigten später noch Jeremia gegenübsir diesen Standpunkt למן אז חדלנו לקטר למלכוד השמים , 1. חשדנו כל וכך׳' (Jör; 44, 18j; Hier sollen nun die Propheten umgestaltend eingegriffen haben und mit einer kleinen Umstellung der Attribute des JHW-Bildes den vergänglichenj gleich allen Nachbärgöttern durch politische Umwälzungen dem Untergang geweihten JHW zu eihem alle Ewigkeit überdauernden Herrscher gemacht haben. In ihrem JHW-Bilde hätten sie nämlich das Attribut der Stärke und der Gewalt zu den sekundären Attributen geschoben und das der »ethischen Heiligkeit« an Seiner Statt als HaufJtcharäkteristiküm JHWS an die Spitze gestellt. .KbrtseCiüehterweise hätten sie dann daraus gefolgert, daß JHW seine »ethische Heiligkeit« selbst auf Köstgn seinet Stärke zum Siege bringe^ wie er ja durch die ganze israelitische Geschichte sein eigenes Volk, so oft es gegen die »ethische Heligkeit« sich vergangen habe, von den Verehrern anderer Götter Habe bedrücken lassen! Während so die VÖlksreligiÖri gleichzeitig mit dem Untergange des israelitischen Volkes fiäbe Untetgeheh müssen, weil ihr JHW dem Assyrergotte unterlegen sei, hätten die Propheten folgerichtig in dieser nationalen Niederlage den herrlichsten TriüriipÜ i h r e s Gottesbegriffes erblickt; der Gött, dessen MerkzeicHeh צדק ומשפט urtd חם1 ואמת sind, habe bei der Kdllikioh seiner »ethischen Heiligkeit« thit seiner Macht, die ׳erstere auf Kokten der letzteren gerettet. Er sei dem Assyrergotte nicht äük Schwäche unterlegen, sondern er hübe zum Nutzen sediiei־ »ethischen Heiligkeit« den Assyrergöttüber sich siegbri lassen! Vgl; Jes. 10,6:אשור שבט אפי וגו׳ הגוי חנף ישלחנו וגוי. An dikkem Punkte setzt hüri die pösliiVe Richtung innerhalb der bibliiCheti Theologie fein und sucht der extremen Entwicklungstheorie nicht vön der arabischen ödet babylonischen Seite her, koriderri auf dem üreig§h§ten Boden des: biblischen Schriftümk ihre bäte Unmöglichkeit nächzuweisen. Mit unausweichlicher Logik Mbikt sie die“ Lücken-