Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Satire in der jüdischen Literatur
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 135 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Satire in der jüdischen Literatur. 135 Maimonides selbst wird folgendes Epigramm zugeteilte das er an seinen-Gegner, den Arzt Juda Alf ac har auf ein von diesem verfaßtes Stachelgedicht gerichtet haben soll: (vgl. Geiger, »Jüdische Dichtungen der spanischen und italienischen Schule«, S 42, wo die verschiedenen erwähnten Epigramme zusammengestellt und übersetzt sind.) Wenn die Geburt von edlem Ahn’ Den Kindern Fürstenrang gewährt: Nenn5 ich mein Maultier Fürst fortan, Weil einst »Chamor« als Fürst geehrt.(!. M. c. 34.) Das folgende anonyme, geschmacklose Epigramm auf den genannten Meir will ich in milderer Form übersetzen, um ein Beispiel anzuführen, wie groß die Erbitterung war, welche in dem damals entbrannten Kampfe die Gemüter beherrschte, (v. טעם זקנים S. 70.) Von dieser Erbltterung kann man wohl mit Juvenal sagen : Difficile est, satiram non scribere. Meir, dem lügnerischen Tore, Der mit Haß verfolgt den Mare. Könnte ich versetzen einen Hieb, Daß nichts von ihm übrig blieb5. Ihn, der mit Lug sich verbunden, Möcht5 aufs schwerste ich verwunden. Er ist maßlos frech, voll böser Tuck5. Ihn ereilt das verdiente Geschick. Was nur Bild ist und was Wesen, Ist ihm niemals klar gewesen. Diesen Unterschied er nicht kapiert Dazu ist sein Verstand zu borniert