Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 51 (1907)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 754 (sequence 8)
- Language
- German
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BbspreChüiig. Teichisehe Zweig Theodor Gömparz, dessen bisher noch ühvöllehäe- Tbs Lebetiäwärk »Die griechischen Denker« in aller Gebildeten Munde ust, entsandt; Des letzteren Brüdbr, die beiden Ritter Max und Julius von Gömperz — die gleich ihrer bereits verstorbenen Schwester;JÖSephine von WertheimStem dem österreichischen Adelsstände angehören — stehen, jeher äls Präsident der österreichischen Kredit- ־anstält, dieser dis Präsident der Bruttner HahdeLskamin er ütid gleich Theodor Gomperz als Mitglied des Parlamentes im öffentlichen Lebet! dies Käisbrstaafes an der Donau, während der aus dein Arb eite rstanäe .hervorgegahgehe Samiielöompers in Amerika deii Kamen seiner Fathilie ״als Führer der Arbeiterbewegung und als Verfechter des Achtbe2w. -Zehnstiindehtages bekannt und geachtet gemacht hat. Als einer der ersten und eifrigsten Kämpfer für die Idee des Tierschutzes endlich hat sich Lewis Gömpertz, der beiden ebengenannten Benjamin tiiid Isaak Bruder (st. 1861), hervorgetan. Zwei Kapitel des Kaufmänn-Freudenthatschen Buches erwecken durch die Persönlichkeiten, welche sie behätidelh, ein *erhöhtes Inter- -esse; es sind die Abschnitte, welche Dr. Aron Gomperz, dem Lehrer Moses Mendelssohns,. und Leon Gomperz, dem literarischen Gegner Friedrich des Großen, gewidmet sind. Dr. Aron Gomperz ist uns kein Unbekannter mehr; nachdem ihn bereits M. Kayserling 1862 als Lehrer Moses Mendelssohns in dessen Biographie gewürdigt hatte, hat L. Läridshut in der »Gegenwart« 186T sein Leben, seinen Studiengärig, sein Verhältnis zu Israel Samosz, Gottsched, dem Marquis d'Ärgeits, Nicolai und Lessihg in ziemlich ausführlicher Weise dar- ,״gestellt. Trotzdem gilt von Aron Gomperz, was bereits Kayserling -gesagt hat: er ist heute fast verschollen. Um so höher ist es zu be- ״ werten, daß Freüdenthal durch stärkere Betonung des bisher Be- '.'kannten und durch die Beibringung neuen Materials wieder auf die! Bedeutung dieses Mannes hinweist: er ist neben Mendels- ~s bhn derBe. freier desjudentums aus seine mg ei stir g e n G h e 11 o, Freudenthal zeigt auch seine psychologische Ent- 'Wicklung auf, wie ihm schon die geistige Athmosphäre seines Eltern- .häuses diese Rolle zugewiesen hat : seine Mutter entstammte dem;angesehenen Wiener Exulantenhause Ries, sein Vater war der Enkel der Glückei von Hameln und »der Sohn des Amsterdamer Buchdrückereibesitzers Rosmän Elias Gomperz, selber ein eifriger Bücherfreund, der ein erklecklich Teil seines Vermögens dazu verwendete, eine ansehnliche Bibliothek nützlicher Bücher zu sammeln, die vor allem der Ausbildung seiner Kinder zugute kommen sollte«, und sein Haus ein Sammelplatz und eine Schutzstätte derjenigen, die damals mutig religiöses und profanes Wissen in sich zu vereinigen anfingen (S. 166). Auch der Wesensart der Männer, welche den jungen Wissens-