Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 6 · p. Seite 750

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1907-01-01
Page
Seite 750 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2829132-2829803-2829810-2888061--35830-2888182
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

750 Besprechung. 17. Jahrhunderts am Rhein eine Jüdin — Mirjam, die Gattin des Elia Gomperz, deren Bruder ein Schwiegersohn des bekannten Mein Schiff war — gelebt hat, die so erlesene: Erziehung und Ausbildung genossen, daß ihr feine Form und Wissen, Takt und Rede in dem Grade zu Gebote stand, um vör .׳. Andersgläubigen das Judentum siegreich zu verfechten und im, Kreise hervorragender Männer gewandt und unerschrocken das Wort zu führen1).« (S. 26). \ Schwieriger ist es, zutriäl bei der Fülle des Stoffes, in dem engen Rahmen einer Besprechung darzulegen, welche mannigfache Bereicherung die allgemeine jüdische Geschichte durch das vorliegende Werk erfährt. Denn es ist klar, daß die Geschichte einer Familie,, deren Vertreter in den Zentren der Judenheit des 18. Jahrhunderts, in Berlin und Frankfurt a. M., in Metz und in Fürth, in Ny m wegen und Amsterdam sowohl wie in Wien eine führende Stellung einnahmen, die als Vorsteher ihrer Gemeinden, als Fürsprecher — Schtadlanim — bei den Mächtigen ihrer Zeit, als Mäcene und Förderer der jüdischen Wissenschaft, als Rabbiner2) und Gelehrte oder Ärzte3) das 1) Mirjam war die Tochter des Benedikt aus Jülich. Bei »den Akten der Behörde« hat A. Wede.ll einen vom Pfälzgrafen Wolfgäng Wilhelm, d. d. 17. August 1638, für den »Sohn des Juden Benedict zu Jülich auf zwölf Jahre ausgestellten Geleitsbrief« gesehen, S. Beiträge zur Geschichte des Niederrheins, Bd I, S. 10 u. 11. Möglich, daß dieser Sohn des Benedikt aus Jülich identisch ist mit Jakob, dem oben erwähnten Schwiegersöhne Meir Schiffs. 2) Es sind dies Mördechai, der Sohn Salomos, Rabbiner in Emme^ rieh, sein Sohn Elieser Josua Feibelmann,־:Landrabbiner!von Cleve und Mark,; gest. 1675; Meir, .Sohn des; Benedikt in. Nymwegen, 1743--1749 Ob err abbin er j des Fürstentums.׳ Ansbach; Benedix Ruhen Gumpertz, Rabbiner in Breslau,;gest. 1755Jehuda Emmerich, Rabbiner von Ottenspos-Schnaittach-Hüttenbach und Sulzbürg und Vorsitzender des großen. :,Rabbinatsgerichtes in Fürth, um 1750; Salman Emmerich, Rabbinatsassessor in Prag nach 175,0; (dagegen rechne ich den Rabbiner der Gemeinde Leeuwarden in Holland Jakob Emmerich, 1735 nicht zu den sGompertz). Siehe das Register. י 3ד <) Ich zähle sieben •Gomperz, welche Medizin studirt haben (s. das; ,Register über »Ärzte«), Salman, Sohn des;Benedix Lippstadt, prom. 1684 in Leyden, Arzt in Soest, Metz und Prag; sein Sohn Moses, gest. 1742 in Prag; Moses Salofnon Gompertz aus Metz, studiert 1721 i%Frankfurt a. ־ p.; Baer Cleve, prom, 1737 in Leyden, Arzt in-Cleve; Marcus Kosman Emmerich-Gomperz, prom. 17.45 in Duisburg, Arzt in Metz; Aron Emmerich, prom. 1751 in Frankfurt a. O.; Bendit

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.