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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 6 · p. Seite 748

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1907-01-01
Page
Seite 748 (sequence 2)
Language
German
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748 Besprechung. Vereinigten Staaten von Nordamerika verbreiteten Geschlechtes, aus dessen Mitte eine Reihe von Persönlichkeiten hervorgegangen ist, die, sei es im Rate ihrer Glaubensgemeinschaft, sei es des Volkes, unter dem sie lebten, zu hervorragender;Stellung und geschichtlicher Bedeutung gelangt sind. David Kaufmann, der der jüdischen Wissenschaft, zu deren glänzendsten Vertretern er gehörte, allzufrüh Entrissene, war der Gatte einer Frau, deren Vater und Mutter diesem Geschlechte entstimmten. .־•Zu־''Ehren seines Schwiegervaters und auf dessen Anregung hatte er in den neunziger Jahren ־ des verflossenen Jahrhunderts die Geschichte des Geschlechtes zu schreiben begonnen, ein Unternehmen, durch das Kaufmann auf das von ihm mit so großem Erfolge erschlossene Gebiet der jüdischen Familiengeschichte geführt wurde, und dem die jüdische Wissenschaft eine Reihe durch die »Lückenlosigkeit . der : Forschung« und die »Farbenpracht der Darstellung« sich äuszeichnender Schriften verdankt. Indeß die Aufgabe,: :die :er sich gestellt, war ihm nicht zu vollenden vergönnt, er hatte erst 1 einige Kapitel, die Geschichte der Familie in Emmerich, Cleve und Fürth und teilweise auch in,Wesel, Metz, Amsterdam und Prag niedergeschrieben, als sein jäher Tod die;Gattin zwang, die Fortführung der Arbeit, die längst den Rahmen einer;Familiengeschichte überschritten hätte, auf den Rat M. B ran n s hin ah Max Fr euden th a 1, den Biographen des Hoffaktors Moses Benjamin Wulff in Dessau und David Fraenkels, des Lehrers Moses Mendelssohns, zu übertragen; Freudenthals selbstloser‘ Hingabe an das Vermächtnis eines Großen ist es zu danken, daß jetzt, nach mehr' als 20 jähriger Forscherarbeit, zu; der es der Durchforschung: einer großen Reihe von Staats- und Gemeindeärchiven bedurfte, und zu der ein »ganzer Stab von Freunden und!Gelehrten« der verschiedenen Himmelsrichtungen beigetragerf hat, die Geschichte der Familie Gomperz an die Öffentlichkeit getreten ist. Und es muß zum Lobe Freudenthals gesagt werden, daß er dem Werke den Stempel der Einheitlichkeit aufzudrücken verstanden und, Kaufmanns Arbeit im Geiste Kaufmanns fortsetzend, ein Buch geschaffen hat, das, weit über die Bedeutung einer Familiengeschichte hinansreichend, eine Bereicherung der Wissenschaft, nicht nur der jüdischen, darstellt. •־..־: Aber für die Wissenschaft des Judentums haben, wie Freuden-; thaL sagt, Kaufmann und er das Buch als eigentliches Ziel geschaffen,, und darum möge, zumal an dieser Stelle, die Bedeutung des Buches, zunächst für unsere jüdische Wissenschaft gewürdigt werden, ln dieser Beziehung bildet es einen überaus schätzenswerten Beitrag zur innern und äußern Geschichte des Judentums im 17. und 18. Jahrhundert

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