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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 6 · p. Seite 747

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1907-01-01
Page
Seite 747 (sequence 1)
Language
German
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747 Besprechung« Kaufmann, David s. A. und Freudenthal, Max, Die Familie Gomperz. Frankfurt am Main, 1907. J1 Kaufmann. XVIII, 437 S. 8®. In Emmerich am Rhein, der letzten deutschen Stadt, die der alte Rhein auf seinem langen Wege grüßt, wohnte im Jahte 1600 mit Erlaubnis Johann Wilhelms, des letzten Herzogs von Jülich-Cleve, zü dessen Herrschaft die ehemals geldernsche Stadt gehörte, Salomo, der Sohn des Mordechai1 * * *). Er ist der Stammvater eines über Deutschland, die Niederlande, Österreich-Ungarn, Frankreich, England und" die 1)״Die Angabe Wassenbergs, daß im Jahre 1600 zum ersten Male Juden wieder in Emmerich eingewandert seien, muß mit einem Fragezeichen versehen werden. Der Elias Emmerich-Cleve am 1. Mai 1661 ausgestellte Schutzbrief des großen Kurfürsten könnte nicht, wie Freudenthal (S. 22) ja auch empfindet, von *undenklichen Zeiten« sprechen, seit denen Elias’Voreltern in Emmerich wohnten, wenn erst Elias’ Großvater Salomon im Jahre 1600' dort sich niedergelassen hätte. Daß mindestens kurz vor 1600 Juden in Emmerich gewohnt haben, ist durch die Erwähnung der Gütchen Emmerich, Tochter des Seligmann zu Emmerich im Lande Jülich, die 1595 den Benedikt Scheier in Frankfurt a. M. heiratete (s. Dietz, Stammbuch der Frankfurter Juden, S. 57), erwiesen. — Ich möchte bei5 dieser Gelegenheit auch schon darauf hinweisend daß Kaufmann dqch zu weit geht,״ wenn er einen Emmerich, :Gleve, Wesel unter den Juden des 17. und 18; Jahrhunderts ohne weiteres zur Familie Gomperz zieht; Die beiden Brüder Isaak Eisik und Abraham Aberle aus Emmerich, die 'nacheinander Rabbiner der Aschkeuasim in Amsterdam :wären, sind sicherlieh keine Gomperz gewesen, wie schon ihre Rufnamen beweisen, die in der Familie Gomperz nurganz sporadisch auftreten. Unter den Approbatiönen Abraham Aberles (Sb327x) fehlt die zu der jüdisch-deutschen Übersetzung.:der Bibel von Jekutiel Blitz vom 1. ELtfl 435 (1675), S. 2b. —־ Ebenso wenig möchte ich Chajjim und Moses Cleve, die sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Hamburg niederließeti (S. 308), sowie Moses Cleve in London (S. 318 und D. Kaufmann, Ahnensaal S. 111) als Mitglieder der Familie Gomperz ansprechen. — M. Grunwald, Hamburgs deutsche Juden, S. 268, Füßn. 2 schreibt: »Kl i wa bei Benjacob, Otsar Ha־SefaTim l514, S. 74, Nr. 343, Gemeint ist .בית ישראל••־ von Israel Lipschütz in rC leve. ,״ ׳

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