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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 6 · p. Seite 710

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 6
Article
Der Tod Moses's in der äthiopischen Überlieferung
Date
1907-01-01
Page
Seite 710 (sequence 4)
Language
German
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'710 Der Tod Mose’s in der äthiopischen Überlieferung. vermittelt aus jüdischer Quelle erhielten, vielmehr zeigt der Inhalt, wie wir weiter unten sehen werden, daß die F. die Sage muhammedänischen Quellen entnommen, in denen der ursprünglich jüdisch e1) Mythus eine dem Nationalcharakter der Araber entsprechende Färburig erhielt. Der Herausgeber wirft (S. 4) die Frage nach dem Ur- Sprung der äthiopischen Version bloß auf, ohne irgend eine Vermutung zu wagen, neigt jedoch, wie aus einer Anmerkung zu S. 23 hervorzugehen scheint, zur Annahme einer Bekanntschaft der Falaschas mit jüdischen Quellen, während doch ein Vergleich dieser Version mit der ersten der zwei arabischen Versionen, die er als Anhang zum äthiopischen Texte herausgegeberi, ihn auf das Richtige hätte führen sollen, da mit Ausnahme einiger unwesentlieher Punkte die Übereinstimmung beider außer Zweifel ist Zur näheren Beleuchtung skizzieren wir im folgenden den Inhalt der äthiop. Sage, heben einige mit Midraschstellen sich berührende Punkte hervor, während wir für das Übrige keine Parallellen aus den einschlägigen haggadisehen Quellen beizubringen wissen. Der äthiop. Text beginnt mit einem kurzen Lobspruch auf Gott, worauf ein absonderliches, nicht recht verständliches Gespräch zwischen Gott und Moses folgt, das mit der eigentlicher! Sage in keinerlei Zusammenhang steht und das spezifische Produkt des äthiopischen Redakteurs zu sein scheint, der die Vorgefundene Sage in dieser nicht gerade angemessenen Form einleitete2 3). Es folgt nun die Sage selbst: Mose beschwört Gott, ihm seinen Todestag kund zu tun8), worauf ihm nur mitgeteilt wird, daß er an x) Daß die Sage sowohl in christlichen als auch in muhammedänischen Werken letztlich auf jüdische Quellen zurückgeht, hat Steinschneider, Magazin für die Literatur des Ausländes 1845, S. 286 ff nachgewiesen. 2) Der Text scheint hier nicht vollständig zu sein. In der arab. Version fehlt diese ganze Einleitung. 3) In der jüdischen Literatur ist hiervon, im Zusammenhang

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