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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 5 · p. Seite 637

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1907-01-01
Page
Seite 637 (sequence 3)
Language
German
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Besprechung. 637 die Angehörigen eines Berufes starker oder schwächer an einem Delikte beteiligt sind, als nach dem Prozentsatz, den sie in der straf mündigen Bevölkerung ausmachen, zu erwarten wäre.« Wassermann multipliziert nun für jede der zehn Deliktsarten, sowie für die allgemeine Kriminalität die Ziffer der spezifischen Kriminalität jeder einzelnen Berufsgruppe getrennt für Juden und Christen mit der Ziffer, die den Prozentanteil der Straf mündigen der betreffenden Konfession an der Berufsgruppe angibt. Die erzielten Produkte werden für jede Deliktsgattung gesondert addiert. Die Summe durch 100 geteilt*, ergibt den »beruflichen Kriminalitätsfaktor« der Juden bezw. Nichtjuden für das betreffende Delikt, sie besagt, nm wieviel auf Grund der Berufsverteilung gegenüber dem Maßstabe der prozentualen Beteiligung an der strafmündigen Bevölkerung bei Juden und Christen eine Verschiebung der Kriminalitätsziffern zu erwarten ist. Ein Vergleich der Kriminalitätsfaktoren von Juden und Christen ergibt dann für jedes Delikt das, was der Verfasser treffend die »Sol 1-Kriminalität« der Juden bezüglich des Deliktes nennt, du h. die für die Juden infolge ihrer beruflichen Gliederung zu erwartende Abweichung von der Kriminalität der Christen. Setzt man nun die tatsächliche prozentuale Mehr- oder Minderbeteiligung der Juden (gegenüber den Christen) an einem Delikt als deren »Ist-Kriminalität«,' in Beziehung zu der »Soll-Krimi- ®n a 1 i t ä t«‘und stellt fest, um wievielmal jene diese überragt, bezw. hinter dieser zurückbleibt, so erhält man den zahlenmäßigen Ausdruck für die spezifische Kriminalität der Juden. Nach dieser Methode berechnet ergibt sich z. B. für den Durchschnitt der Jahre 1899/1902 beim Delikt des Wuchers für die Juden: eine I s t-K riminalität von!2, 5. (Die Juden sind nach dem Verhältnis der strafmündigen Bevölkerung 122/ג mal so stark am Wucher beteiligt, als die Christen.) eine. S o 1 1-K riminalität von 6, 7. (Auf Grund ihrer Berufsverteilung wäre eine 6, 7 mal stärkere Beteiligung der Juden als der Christen an dem Delikt zu erwarten.) eine spezifischeKriminalität (iNr) von ca* *י (Die Juden sind tatsächlich!, 8 mal so stark mit dem Wucherdelikt belastet, als sich dies aus der Berufsverteilung erklären läßt.) An diesem Beispiel dürfte die Methode klar geworden sein. Ich habe absichtlich das Wucherdelikt hier angeführt, das . ja in der

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