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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 5 · p. Seite 625

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 5
Article
Der Papyrusfund von Assuan
Date
1907-01-01
Page
Seite 625 (sequence 9)
Language
German
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Der Papyrusfund von Assuan. 625 4באב] המלך Das Gerichtskollegium, außer dem obersten Richter, heißt כנווגא דיניא Esra 4, 9 כנותהון דניה u. s. w. Von Namen sind noeh von Interesse, רעויה bibl. ,רעואל זבניזרדן bibl. נבוורדן, das babyi. תוחלת תכלתי ist hier in dem Namen נבותכלתי originell wiedergegeben, während in der Bibel der Name תכלתי'־־־אפל —אשררה zu תגלת פלאסר wurde. Da Namen mit der Endsilbe יה auch יא geschrieben werden,, so zeugt das von der Konsonantenlosigkeit des ה für jene alte Zeit. Wenn der Name פפטעונית auch פוטעגית geschrieben wird, so muß das Waw konsonantisch gesprochen worden sein, wie übrigens u nnd v in allen Sprachen wechseln. אספמת Sohn dieses פוטענית wird als Schiffer auf dem Katarakt- Wasserfall ,מלח זי מיא קשיד bezeichnet. Das rätselhafte חצן in Pp. H. 5 — 6 מעני אק לחצן Geräte von Holz und חצן, kann mit Rücksicht auf Psalm 129, 7, Neh. 5, 14 doch nichts anderes als Kleidungsstoffe bedeuten. Der Fund ist somit für die biblische Religionswissenschaft von unvergleichlichem Werte. Juden aus biblischer Zeit erscheinen vor unseren Augen, nicht nach späterer Zeichnung, sondern leibhaftig, und wir beobachten sie in ihrem täglichen Leben. Es sind dies urkundliche Zeitgenossen der Propheten Chaggai, Secharjah und Maleachi und der jüdischen Reorganisatoren Esra u. Nechemia. Wir haben es hier, wie wir aus Jeremia 41—44 und besonders aus Jeremia 52, 16 und II. Kön, 25, 12 wissen, bekanntlich mit den bis nach der äthiopischen Grenze verschlagenen minderwertigen Elementen des jüdischen Volkes zu tun. Und doch wie hoch erhaben stehen die seit Generationen von Lehrern und Propheten verlassenen persischen Söldnerjuden über dem Bilde, welches uns die Schüler Wellhausens von solchen Juden entworfen haben würden. II. Noch ist kein Jahr verflossen, seitdem uns Sayce und Cowley durch die Herausgabe der großen Papyrussammlung der altägyptischen Festungstädte Syene und Elephantine, von denen wir soeben berichtet haben, die ungeahnteste Überraschung bereitet haben, und schon hat Prof. Sachau in diesen Tagen in den Sitzungsberichten der Akademie der Wissenschaften in Berlin (ausgegeben am 10. Oktober 1907) einen neuen Papyrusfund aus der vorgenannten ägyptischen Stadt Elephantine ans Tageslicht gefördert, der inreligionsgeschichtlicher Hinsicht den ersten Fund noch in den Schatten zu stellen geeignet ist. Es handelt sich hier um drei Papyrusinschriften, datiert vom 20. Marcheschwan des 17־ten Regierungsjahres Darius II 408/407 v. Chr., deren erste beide eine Petition der elephantinischen Judengemeinde an den persischen Pascha von Judäa enthalten. Darin wird der Statthalter ersucht, Monatsschrift, 51. Jahrgang:. 40

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