Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 51 (1907)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Der Papyrusfund von Assuan
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 622 (sequence 6)
- Language
- German
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643 Der Papyrusfund von Assuan. usw. .״7 מלבא כסף דלי• הנעלת לה בידה לבש זי עמר חדת חטב .22 ואן? מחר או יום אחרן תקום מבטחיה בעדה ..23 ותאמר שנאת לאסחור בעלי כסף שנאה בראשה תתב על .24 מוזנא ותתקל לאסחור כסף שקלן /// /// ד// ובל די הגעלת .25 בידה תהנפק מן חם ועד חוט ותהק להא ן די צבית ולא .26 ידין ולא דבב מחר או יום אחרן יקום אסחור בעדה .27 ויאמר שנאת לאנתתי מבטחיה מהרה יאבד ובל זי הנעלת 28 בידה תהנפק מן הם עד חוט ביום חד בכף חדא ותהך. usw. 29 לה א; זי צבית מן לא דין ולא רבב. Die Juden, denen wir in diesen Urkunden begegnen, gleichen auch mit ihren Namen ihren palästinensischen Brüdern. Mehr als dreiviertel ihrer Namen kommen in der heiligen Schrift vor, und mehr als die Hälfte dieser Namen ist mit ,יד zusammengesetzt. Das יד ist stets Suffix und macht bloß bei den Namen ידלאדד und ידהדדי eine Ausnahme, Namen mit אל finden sich dort nicht. Ebenso fehlen die Patriarchennamen, wie die in der Makkabäerzeit beliebten ,ישוע ,יוחנן שמעון usw. Dagegen kommen die Namen צפניה, ישעיה, חגי, זכריה, גדלידו vor. Auch daß die Söhne der Mebtacheja מחסיה und ידנית die Namen ihres Großvaters undUrgroßvaters tragen, findet bei dem zeitgenössischen biblischen Judentum ein Analagon, vgl. Esra 7, 1. 3. Für das lebendige religiöse Gefühl dieser Juden spricht auch ihre Scheu, den vierbuchstabigen Namen ganz auszuschreiben. Sie verkürzen ihn daher zu יהל oder.,ידד. Dieselbe religiöse Scheu wird sie wohl auch dazu geführt haben, das Suffix יד meistens wegzulassen, so z. B.יזן für מבטח ,יזניד für מחסד ,מבטחיד für הושע ,מחסיד für אושעיד u. s, w. zu schreiben. Auch der Name יסלח kommt vor und hatte sicherlich wohl auch ein יד am Ende. Selbst diesen Brauch finden wir bei den damaligen babylonischen Juden wieder, vgl. den Namen עזרא mti dem seines Großvaters עזריה (Esra 7, 1. 3). Mit Unrecht vermißt daher Lidzbarski die spätere Scheu vor dem Gottesnamen bei diesen Juden. Von fernerem religionswissenschaftlichen Interesse sind die kalendarischen Ergebnisse. Jede dieser Urkunden trägt, wie wir oben in der Uebersetzung gesehen, ein jüdisches und ein egyptisches Datum, und aus diesen Gleichzeitigkeiten geht zunächst hervor, daß die femin. הנעלת zu lesen. Jedoch ist Freunds Übersetzung der Worte in z: 23—24 ״כסף שנאה בראשד תתב על מלזנא ומתקל ל»סתור״ durch »so sollen die Scheidungskosten auf ihr Haupt fallen, sie soll sich setzen zur Wage« kaum richtig. Es muß vielmehr wohl Lev. 5, 24 ושלם אתל בראשו genommen werden. »Sie soll als Hauptsumme das Scheidungsgeld auf die Wage legen.« תיתב muß hier transit. gefaßt werden.