Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 51 (1907)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Der Papyrusfund von Assuan
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 621 (sequence 5)
- Language
- German
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Der Papyrusfund von Assuan. 621 , Es beweist ferner diese Urkunde, daß die Juden in Ägypten, obgleich sie in engerm Sinne ידודין oder ידודיא genannt werden, im weitern Sinne gleich allen westasiatischen Semiten [ארמי oder ארמיא hießen; denn derselbe ,מחסיד, der in dem oben übersetzten Pap. F als »Aramäer« bezeichnet wird, heißt z. B. im Pap. D. 1—2 deutlich "מחסיד;בד. ידניה יד,ודי מחסן ביב בירתא" »M., Sohn des j., Eigentümer der .Festungsstadt Jeb« Elephantine. Von religions ge sc.hichtlichem Interesse ist besonders der Tempel, den diese Juden in Sye ne besaßen, und den sie אגורא זי ידו א^הה nennen. אגור א faßt NÖldeke assyr.אגורו Tempel. Das Wort wird später im Targum א־יגורא und mandäisch עמלד nur als Bezeichnung für heidnische Altäre gebraucht, und es erging ihn ebenso wie dem Worte במד. Daß die Juden damals aber mit אגורא nicht, bloß einen Altar, wie Schürer gegen Cowley behauptet, sondern wirklich einen großen Tempel bezeichneten, beweist der Papyrus-Sachau, (S. 626/Urkunde I, Z.9—11, wonach die אגולא von Elephantine sieben Tore, steinerne Säulen und ein Zedernbalkendach hatte. Da die Juden hier einen Altar außerhalb Jerusalems errichteten, so ist Nöldeke im Zweifel, ob das Gesetz Deuter, c. 12, damals nicht mehr oder noch nicht in Geltung war. Schürer nimmt sogar mit Bestimmtheit an, daß es damals noch nicht durchdrungen war, ja sogar noch nicht einmal im zweiten vorchristlichen Jahrhundert, als der Tempel zu Heliopolis errichtet wurde. Und doch soll in der gesetzestreuen nachmakkabäischen Zeit bei alledem ein freundliches Verhältnis zwischen Jerusalem und Alexandrien bestanden haben! Wenn sich nun in der jüngsten Zeit manche Kritiker zunächst schüchtern zu der Annahme bequemt haben, daß Lev. 17 wirklich nur für die Wüstenwanderung bestimmt sein konnte, so wird man vielleicht allmählich auch zugeben müssen, daß Deut. c. 12 von vornherein wohl wirklich nur Palästina einschließen wollte. Von außerordentlichem religionsgeschichtlichem Interesse ist ferner der Papyrus G. besonders wegen seiner Ähnlichkeit mit unserem heutigen גט. Wir wollen darum dem Leser einige Zeilen im Urtexte zum Vergleiche vorführen. ,1 בב /// /// זי מלא . . ./// /// לירח אפפו שנת כ /// // לארתחשתש מלכא .2 אמר אסתור בר צחף אדריכל זי מלבא למחסיה ארמי זי מון לדגל .3 וריזה לאמור אנד, אתית ביתך לטנתן לי לברתך מפטיר, לאנתו .4 הי אנתתי ואנה. בעלה מן יומה זנה ועד עלמי הבת לך מחר .5 ברתך מפטחיד, כסף שקדן/////'באבני מלכא על עליך וטב לבבך 6 בנו ד,נעלת1) לברתיך מבטהיה בירד, בסך תכונה ברש שקלן באבני. 1) הנעלת in Z. 6—7 ist nach Freunds richtiger Bemerkung, .als 2, Pers. sing. Perfect. הנעלת• dagegen in Z. 24, 27 als 3. Pers. sing.