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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 5 · p. Seite 619

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 5
Article
Der Papyrusfund von Assuan
Date
1907-01-01
Page
Seite 619 (sequence 3)
Language
German
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Der Papyrusfund von Assuan. 619 Ihr Inhalt ist, soweit er die Familie des genannten ,מחסיד angelit, in äußerster Kürze folgender: Pap. A. ,מחסיד gestattet einem קלניד בן צדק über dem Torweg seines Hauses* der sich an dessen Haus anschloß, einen Holzbau aufzuführen1), קונית stellt ihm eine Urkunde darüber aus, daß nicht nur der Torweg sondern auch der Bau später dem מחסיד gehören soll. Pap. B. דרגמן בר חרשין erhebt Einspruch gegen den Besitz des anstoßenden Grund- Stückes des מחסיה. Letzterer schwört beim Gotte 7דו daß dieses Grundstück ihm rechtmäßig gehöre. D. erklärt ihm nun schriftlich, daß er keine weiteren Ansprüche und Prozesse gegen ihn anstrengen werde, und daß er im Falle der Zuwiderhandlung Strafe an ihn oder seine Rechtsnachfolger zahlen wolle. P. D. Dasselbe Grundstück schenkt dann מחסיד seiner Tochter מבטחיד bei ihrer Verheiratung mit einem יוניד בן אוריד und stellt ihr darüber eine Urkunde aus. P. C. Außerdem wird in einem Dokument ihrem Manne das Nutznießungsrecht dieses Stückes, aber auch nur dieses, zugesichert. Pp. E. מחסיד schenkt seiner Tochter ein anderes Haus, und zwar als Ersatz für allerlei beweglichen Habe, die sie ihm geliehen, und übergiebt ihr die ihm von frühem Besitzern ausgestellte Urkunden. P. F. Schließt מבטחיד einen Vertrag mit einem Ägypter, mit dem sie bis dahin gemeinsam Geschäfte gemacht hatte, und setzt fest, daß sie von heute ab nichts mehr gemein haben wollen. P. G. Neunzehn Jahre nach ihrer ersten Ehe heiratet sie wieder einen königlichen Baumeister אסחר בר צהף, und Pap. G. ist die regelrechte כתלבד für diese Ehe. P. H. undl. enthalten Geschäftsurkundender Brüder ,ילניד und מחסיד, Söhne der מבמחיה, von ihrem Gatten אסחלר, und zwar treten in Pp. H. zwei Juden von ihren Ansprüchen auf gewisse bei Aschor deponierte und. von ihm angeblich zurückgehaltene Objekte zurück, und in Pp. J. verzichtet ידגיה בר דלשע zu ihren Gunsten auf ein Haus. P. K. ist ein Kontrakt über die Teilung von Sklaven zwischen den genannten Brüdern aus dem Nachlasse ihrer Mutter. Zum Exempel möge hier der Inhalteines der kürzeren Papyri in deutscher Übersetzung folgen. Am 13. (14.) Ab2), das ist am 19. Pachon im 25. Jahre des ג) Da es sich hier um eine Art Gerüst auf einer Altane handelt, welches über die Straße hinausreichen soll, und da der Vertrag gegen Ende Elul abgefaßt ist, so vermutet Lidzbarski nicht mit Unrecht, daß es sich hier um eine Sukka handeln könne. 2) Die Schwankung des Datums um einen Tag, beruht darauf, daß die Zahlen in senkrechten Strichen ausgedrückt sind. Da aber der letzte Strich schräg gehalten ist, betrachten diesen manche Gelehrte als nicht zuzurechnendes Schlußzeichen, während.andere ihn noch der Summe zuzählen.

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