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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 5 · p. Seite 573

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 5
Article
Das Alte Testament in der Mischna
Date
1907-01-01
Page
Seite 573 (sequence 5)
Language
German
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Das Alte Testament in der Mischna. 573 dition ihre Redaktion R. Jehuda ha־Nassi zuschreibt, während der andere Teil »ein Verbot des Schreibens von Halachot auch noch für diese Zeit [Ende des 2. Jahrhunderts] angenommen« (Seite 3). Verfasser hat hier seine Oewährsmänner (Strack, Einl. 49 ff. und Schürer, Gesch. I 123) mißverstanden. Es gibt keinen Teil der jüdischen Tradition, der die Redaktion der Mischna einem andern als Jehuda ha-Nassi zuschreibt, kontrovers ist nur, ob Jehuda I. die Mischna aufgeschrieben, oder nur mündlich redigiert habe. A. zweifelt sogar, ob »er [Jehuda 1.] überhaupt dabei beteiligt war?« S. 4 meint A. »daß die Glaubwürdigkeit der Quellen .. . hinsichtlich der Urheberschaft der Haggadasätze . . . problematischer Natur ist.« Er stützt dieses abfällige Urteil auf die »Textmisere« und auf das »Schwanken betreffs der Namen von Rabbinen.« Es ist allerdings wahr, daß noch keine kritischen Ausgaben existieren. Zeugt dies aber gegen »die Glaubwürdigkeit der Quellen?« Ist ein alter Autor nicht glaubwürdig, weil der Text seines Buches an manchen Stellen falsch überliefert ist? Ist Text- Verderbnis identisch mit Glaubwürdigkeit? Uebrigens liefern die Texte der Jüdischen Tradition in Bezug auf die Namen der Autoren ein untrügliches Hilfsmittel zur Be- Stimmung der Echtheit. Es finden sich nämlich auf jeder Seite der Mischna — um bei diesem Werke zu bleiben — mehrere Autornamen. Wenn diese falsch überliefert wären, müßten sich auf jeder Seite chronologische Widersprüche finden, was bekanntlich nicht einmal auf jeder 20. Seite der Fall ist. Die kanonsgeschichtlichen Angaben der Mischna verteilt Verfasser auf die folgenden drei Abschnitte. 1. Wie stellt sich die Mischna zum Kanon? (5—34). 2. Kennt die Mischna einen Wertunterschied der einzelnen Bücher? (34—47). 3. Welche Eigenschaften schreibt die Mischna der Heiligen Schrift zu? (47—53). Neue Daten hat A. natürllch nicht beibringen können, es handelt sich nur um

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