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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 5 · p. Seite 571

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 5
Article
Das Alte Testament in der Mischna
Date
1907-01-01
Page
Seite 571 (sequence 3)
Language
German
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Das Alte Testament in der Misclina, 571 der Rasseneigentümlichkeit des forschenden Subjekts beeinflußt und gehalten ist,« warum ist dann bei der Interpretation der tannaitischen Exegese »auf die gelegentlichen Erörterungen der Oemara nicht viel zu geben?« Da Tannaiten und Amoräer derselben Rasse angehören und die Schriftauslegung mit der Rasse in Zusammenhang steht, sind doch die Amoräer, die direkten Nachfolger und unmittelbaren Fortsetzer der Tannaiten, ihre berufeneren Interpreten, als jene modernen Christen, bei denen der »Abstand des Denkens und Fühlens« so groß ist, daß ihnen »manches auf den ersten Blick nicht verständlich ist?« Ferner fragen wir, ob Aicher »von Anfang klar ist, daß zur Erklärung des Alten Testamentes aus einer Hermeneutik« des Neuen Testamentes »nicht viel zu holen ist?« Ist dies der Fall, warum nennt er nur die Mischna? Ist dies nicht der Fall, wie konnte ihn dann bei der Arbeit ein neutestamentliches Interesse leiten, da Mischna und Neues Testament inbetreff der Hermeneutik von einander differieren? Er hätte wenigstens die Frage nicht offen lassen dürfen : »Inwieweit zwischen neutestamentlicher und mischnischer Hermeneutik Berührungspunkte vorhanden sind« (IX). Und wie steht es in punkto Schriftauslegung mit der Rasseneigentümlichkeit des Stifters der christlichen Religion und der neutestamentlichen Autoren? Ein Mann, der sich »viele Jahre hindurch in das sprachliche Verständnis der rabbinischen Literatur einführen« läßt, der sich mit der einschlägigen neueren Literatur so gründlich vertraut gemacht hat, daß sein Verzeichnis der in abgekürzter Form zitierten Schriften allein 60 Nummern enthält, sagt: »die Beschäftigung mit der jüdischen Literatur ist für uns Christen ein kühles Vergnügen 1« Ähnlich äusserte sich auch Dalman (in der Vorrede zu seiner »Grammatik des jüdisch-palästinischen Aramäisch«), und noch schärfer Paul de Lagarde über das Alte Testament. Hegen Aegyptologen, Assyriologen, Arabisten, Indologen usw. ebensowenig Liebe für ihre

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