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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 4 · p. Seite 489

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 4
Article
Samuel Levy
Date
1907-01-01
Page
Seite 489 (sequence 10)
Language
German
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Samuel Levy, ein Stiefsohn der Glückei von Hameln. 489 sich uns sehr einfach, wenn die ersten elsäßischen Rabbiner aus Metz stammten. War doch Metz fast schon hundert Jahre unter französischer Herrschaft und die dortigen Juden bekannt wegen ihrer zahlreichen Dienste, die sie schon oft als Armeelieferanten, als Finanzleute u. dgl. der französisehen Regierung geleistet hatten. Der erste vom Könige von Frankreich für das Ober- und Unter-Elsaß ernannte Rabbiner war Ahron Worms aus Metz, dessen Ernennungsdekret vom 21. Mai 1681 datiert (Vgl. REJ. XLI, 119). Er hatte seinen Sitz in Breisach. Aber schon drei Jahre später scheint er diese seine Stelle verlassen zu haben, um das Rabbinat von Mannheim zu übernehmen, wo er bis zum Jahre 1693 verblieb (vgl. Löwenstein, Kurpfalz, S. 99). Während dieses Zeitraumes scheint ein Rabbiner für das Elsaß von der Regierung nicht bestellt worden zu sein, vielleicht weil Ahron Worms seine Entlassung nicht eingereicht hatte. Erst am 30. Juni 1693 wählte sich die elsäßische Juden־ schaft einen solchen in der Person des Meyer Mutzig, der, wie an anderer Stelle gezeigt werden soll, identisch ist mit dem von Carmoly so oft erwähnten Meir Carmoly, dem Ahnherrn seiner Familie. Neben ihm fungierten zwei Laienvorsteher: Wolf Bloch und Isaac Netter. Ihre Ernennung wurde vom Amtmann Scherer am 8. Juli 1692 bestätigt1). Auf die Anwesenheit eines Rabbiners in Neu-Breisach lassen auch zwei weitere von mir im Bezirksarchive zu Colmar aufgefundene Aktenstücke schließen2), aus denen hervorgeht, daß ein gewisser Aron Levy etwa vier Jahre hindurch die israelitische Jugend dortselbst unterrichtete, aber eines Tages aus einem nicht genannten Grunde mit dem Rabbiner in Konflikt geriet. Dieser ließ daher einen fremden 1) Bez.-Arch, Colmar. Notariat Neu-Breisach, Nr. 341-349, Schachtel 5. 2) a. a. O. Akten des Stadtarchivs der Neuen Stadt Breisach (53) und E. 1627.

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