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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 4 · p. Seite 407

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 4
Article
Zur Geschichte und Charakteristik der paulinischen Briefe
Date
1907-01-01
Page
Seite 407 (sequence 13)
Language
German
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Zur Geschichte und Charakteristik der paulinischen Briefe. 407 Diereligiöse Bewegung, aus der diese Anschauungen hervorgingen, erzeugte eine Reihe verschiedenartiger Schriften, Briefe, Abhandlungen, Aufsätze, welche sich darlegend, oder verteidigend, teils an die Judenchristen, teils an einen weiteren Kreis wandten und die Grundlehren, oder auch einzelne, besonders angegriffene Sätze behandelten. (S. 212). Aus ihnen, aus der Zusammenstellung ihrer Resultate und bedeutsamsten Ausführungen über verschi eden e Fragen dogmatischer und ethischer Art, ist auf der Grundlage eines ursprünglich kürzeren Briefes durch dessen wiederholte Bearbeitung, Erweiterung und Veränderung deruns jetzt vorliegende Römerb r i e f zustande gekommen. Aus dieser allmählichen Entstehung und mehrfachen Umarbeitung erklärt sich seine Ungleichmäßigkeit. »Abweichende, zuweilen selbst widerstreitende Meinungen stehen friedlich bei einan-, der.« Der Verfasser möchte den verschiedenen Schattierungen seiner Richtung gerecht werden. »Er schlägt hier und da eine Brücke, die eine Annäherung zwischen dem Paulinismus auf der einen und der älteren Form des Christentums auf der andren Seite ermöglicht. In ihm lebt schon etwas von dem katholischen Geist, der sich über den Streit der Partei stellt, der der Wahrheit dient und die Einheit der Gläubigen fördert, indem er teils mit der rechten, teils mit der linken Seite geht und Kanten und Ecken abschleift« (S. 202 ff.). Wie die Verfasser anderer christlicher Schriften sie unter das Patronat einesberühmten Namens aus der apostolischen Urzeit stellten, wie insbesondere auch andere christliche Briefsteller unter dem Namen eines Paulus, Petrus, Jakobus, oder Johannes schreiben, so hat der Verfasse r des Römerbriefes seinem Werke den Namen desMannes gegeben, den seine Glaubensrichtung für ihren B e g r ü n d e r hielt. »Er will auf

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