Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 3 · p. Seite 382

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 3
Article
Erwiderung an Herrn Prof. Dr. Pfaff
Date
1907-01-01
Page
Seite 382 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2829132-2829803-2829807-2887624--35441-2887760
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Bß2 Erwiderung an Herrn Prof. Dr. Pfaff. Verdrehungen und falschen Darstellungen« genauere Aufzeichnungen gemacht hat, als er so'nst; pflegt (S.:328׳) u. s; w.;r 1; ־':־ ״ Mir wird unterstellt, daß ich aus kleinlicher Ranküne gegen ihn aufgetreten bin : (S. 323) *namentlich hat 'ihn offenbar die bei Gelegenheit der »Kindermorde« gemachte Bemerkung: »»die Dar- Stellung '־(der Begebenheiten in der Schrift des Rabbiners . . . ist teils einseitig,; teils unvollständig u. s. w.«« bewöge 11, nun nach Jahren gegedmich aufzütreten.« Daß ich in der genannten Schrift die Brunnenvergiftung auf S. 25—49, die Blutanklage auf S. 66—96 behäiidelt und damit das Recht und die Pflicht ghwohnen habe, die Darstellung dieser nach vielen Seiten wichtigen und ernsten An ge - legen heit in den!'Darbietungen auch des Prof. Pfaff zu behandeln, wird nicht gewürdigt. Je unwesentlicher und nebensächlicher für hibin Büchlein die' Nichtkenritnis diesCr Lieder geweken ist, desto unumwundener durfte ich sie zu gestehen, ohne daß־ man daraus das Recht gewöhnen hat,׳ bei Behandlung der Blutanklagb meine Erklärunden' stillschweigend zü Ümgeheh. Doch genug von mir.’; r w Gern"iifehmeu wir Akf von der 'Erklärüng^S. 329 i" »Es ist demnach nicht währ," cfäß ich äi’e: Jtfcfen t:;cles^R1tual1hor‘ds ׳^be schuldigt ha&e.« Freilich wird׳ Jdas durch däk' Weitere; s:e!K׳r1 eingeschränkt: »Äü'cti der »Aberwitz«^den’mir der Herr Raßbinerizuträut, ist bei mir nibht ztf־ finden;'denn •1ich häbd mich'keineswegs ähf;‘die Vor! mir Ziderte־^Stelle«־ (der heiligen Schrift);׳ »allein ‘bezbgerf'tind 15überhaupt kein״ Zitat gebracht, tind auch, weiin dies geschehen ‘wäre; so will ic^Möch^'unz^eifelhatt ׳meihe;'W6rte־:hur:׳so';■'v^stä1räen;"haben; daß eä’eiiie 5bed&erliche ־ Stutzendes Blutäberglaubeiisr'sei, ::wer1n" in der heifigfeh Schrift?Bliit und Seel$yo1 ethahd'er gldtcÄgestellt Wird. Gerade die riöeW eindringlichen Verbote ßaes' ׳Blufgenfifsses1 sprechen ־׳ dafür, ■daß1 i mf ‘ VofWöskischeh Völlcsgiäuhen der 1 abergläubische; Gebrauch des Bluts sehr verbreitet wari'hE>'äßM in der ‘ilReligiöh« der ׳ Juden GfuilteHinörd^ oder fituellePBluigeriuß geboten sCir haber ich; hie geglaubt Und ausgesprochen, ebehköwetiig wie ich anriehmeir kann, daß ein gebildeter Jude an dergleichen Anteil habe. »]Ritualmord« 4-< fh.dm amtlichen RUtfs י der' Israelifeii‘ begründeten' Mord’ gibt es nicht.* X Herder X i> e r g laubeb e s t e 111 *b" e k ä n n t’l' i cli i 2# ■ » זיה - r ■t 1 ׳$ י t 11 ־ * '*• »■■;׳ * * ז * ft ■* f•־ ■O 1!'j <־ *־ ־־*'׳ ** ' ■' *י •י ■<־?■ ii.eben und trotz der Religion«. ׳ JDarih’legt *er (S. 331 ff!) "seine Ansicht über die Blutbeschuldis־gung'üaiier 'dar.. Wir5 entnehmen ,derselben‘: »äenigegehuper frage ic|T nochmals sollen die Juden ganz Wöfn‘solchetf ererbten aBerglfaubTscfi en'' Vorsfellahgen rfrei seih?r ' Öies' Voiß," ’ das qqcfa ko^zali ’am Alten festhält, das die in ^unsere 'Sfeit so wenig;passenden Vor- Schriften seiner Religion, wie die Speisegesetze,־ die Sabbatheiligung,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.