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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 3 · p. Seite 368

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 3
Article
Zur Geschichte der Juden in Krotoschin
Date
1907-01-01
Page
Seite 368 (sequence 10)
Language
German
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368 Zur Geschichte der Juden in Krotoschin solcher Personen hinweggehen und strenge Strafe auferlegen. 6. Wer im schwarzen Buch verzeichnet und wer einmal aus der Stadt ausgewiesen wurde, darf dieselbe nicht mehr betreten. Die Übertretung dieses Verbots wird mit einer Strafe von 150 Thalern bedroht. 7. Flüchtlinge, d. h. Einwanderer, dürfen von den Ältesten nur dann zugelassen werden* wenn sie ein Vermögen von 300 Silbergulden nachweisen, oder sich durch ein erlerntes Handwerk redlich ernähren können. 8. Die Maße für Getreide und Schankwirtschaften müssenunter Aufsicht des Schloßbeamten stehen und mit dem Siegel des Schloßherrn gestempelt werden. 9. Um 9 Uhr abends mit dem Läuten der Stadtglocke, muß jede Schankwirtschaft geschlossen werden. Der Verkauf von Spirituosen hört auf und die Trinker haben nachhause zu gehen. 10. Auch eine Gehaltsregelung für die Beamten findet in folgender Weise statt: Das wöchentliche; ־Gehalt-für den Rabbiner beträgt 4 Silbergulden » » » » » Kantor: 3 » » » » » > ünterkantor: 2 » » » » » » Lehrer: 0!) » » » » » Unterlehrer: 2 » <: מ » » » Gemeindediener: 2 » . « ג< ג׳ » » Aufseher des Krankenhauses 2 » « ט ג< » die2Vertrauensmänner: 10 » » » » » den Schächter und Syndikus 4 » » » ״ Verwalter d, Korubka :2 « <נ » » » Schloßfaktor: 22); ־« Dieses ganze Judengesetz beweist, daß Krotoschin 1) Weil der Lehrer bereits durch seine Tätigkeit im Krankenhause entsprechend honoriert wurde. 2) Der Schlößfaktor hat noch Anspruch auf zwei Paar Stiefel jährlich und 1 Livrde alle 2 Jahre.

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