Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 51 (1907)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Geschichte der Juden in Krotoschin
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 365 (sequence 7)
- Language
- German
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Zur Geschichte der Juden in Krotoschin. 365 Für den Verkauf des Fleisches werden drei Taxen angesetzt: 1. von Sankt Bartholomäus bis Sankt Martin1) 5 Groschen pr. Pfund; 2. von » Martin bis Ostern 6 » » ...... 3. von Ostern bis Sankt Bartholomäus 7 » » » Der Fleischer muß das für Juden bestimmte Fleisch in Anwesenheit eines Vertrauensmannes abwägen und nach Silbergulden taxieren lassen. Für jeden Silbergulden muß er zu Händen des Vertrauensmannes 2 polnische Groschen zu Gunsten der Judehgerrieinde zahlen. Erst nach Verrechnung des ersten Rindes darf er ein zweites schlachten. Dies gilt auch von den Fleischern in Zduny2). Gef lüge Haxe: 9 Shilling3) 9 » 4 Groschen4) 10 » 4 Für eine Henne » » Ente » » Gans » einen Truthahn » eine Truthenne » » junge Henne 2 Shilling » einen Kapaun 2 Groschen » ein Kalb 20 » > » Hammel 20 » Verordnungen zur Hebung des Wo hl stäii des: 1. Da die Krotoschiner Gemeinde viel Schulden hat, die sie aus ihrem eigenen Vermögen nicht bezahlen kann, ferner, weil die Frauen von ihren Märtnern viel Geld zu unnötigen Zwecken beanspruchen, wird anbefohlen, daß von heute ab gerechnet, volle 6 Jahre lang, keine Jüdin 1) 24. August bis zum 12. November. 2) Als Supplement zum ersten Judengesetz erschien am 8. Februar• 1730 ein zweites, unterzeichnet von den Delegierten »Jan Karskl und Jan Stanislaus Falecki« und bestätigt vom Schloßherrn und Woywoden Potocki zu Krotoschin. Diesem zweiten Judengesetz entnehme ich die Taxen für Geflügel, Klein- und Großvieh’. 3) 9 Schilling 4 Pf. 4 (י Groschen 8 Pf. ,