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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 3 · p. Seite 319

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 3
Article
Zur Redaktion der Mischna
Date
1907-01-01
Page
Seite 319 (sequence 29)
Language
German
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Zur Redaktion der Mischtia. 31&: neue Mischnajoth1) entstanden, unter welchen diejenigen R. Meirs, des bedeutendsten Schülers R. Akibas das meiste Ansehen genoß und, wie bekannt, von R. Juda ha-Nasi oder Rabbi seiner Mischna zugrunde gelegt wurde. ג) Es darf wohl ohne Weiteres angenommen werden, daß die an zahlreichen Stellen unserer Mischna angeführten abweichenden Lehrmeinungen R. J e h u d a s dessen Mischna entnommen sind (vgl. ob. S. 317 f.), und das Gleiche dürfte auch in Bezug auf R. Simon und R. Jose der Fall sein. Einen deutlichen Fingerzeig für die Existenz einer besonderen Mischna R, 'Jehudas bietet die in Tosefta und Baraitha wiederholt sich findende Bemerkung, daß R, Jehuda anstatt gewisser Bezeichnungen und Benennungen unserer Mischna andere gebraucht habe, was kaum anders als dahin gedeutet werden kann, daß diese abweichenden Bezeichnungen in seiner Mischna sich vorfanden; m. vgl. zuB. Tosefta Jom ha־Kipp. 1,1 ר׳ יהירה .הי' קורא אותה לשכת בלווטין; Jerusch. Schebuoth vii, 3 ר* יהודה ד.י׳ קורא אותו חבסזי (wofür Tos. das. VI, 2 חביבאי liest od. nach andrer La.הנחכין); Tosefta Sanhedr. V,3 ר׳ יהודה היי קורא אותן סוחרי שביעית; das. Nidda IX, 19 לאותו שהיו ב״ה קורי] אותו גרגרן ר, יהודה הי׳ קורא בועל נדה; m. vgl. auch M. Erubin VI, 2 ר׳ יהודה אומי בלשון אחרת מהרו ועשו צרכיכם ובו׳. (M. vgl. ähnliche Anführungen aus der Mischna des Abba Saul: M. Kidduschin IV, 2; Tosefta, Jom ha-Kipp. I, 3 und' Chagiga II, 10.) Ebenso sind die zahlreichen, in Tosefta und Talmud aufgeführten Differenzen zwischen R.Meir und R.Jehuda in der Relation von Kontroversen älterer Tannaim offenbar nur als sozusagen »abweichende Lesarten« ihrer Mischnas aufzufassen, von denen diejenigen der Mischna R. Jehudas nicht selten dann von unserer Mischna rezipiert worden ist (vgl, Frankel Hod. 213). Daß ferner die Mischna R. Akibas durch R. Simon eine Umarbeitung erfahren hat, geht aus dessen Ermahnung an seine Schüler ■שנו מרותי.שמדותי תרומות מתרומות מרותי׳ של ר׳ עקיבא (Gittin 67 a) klar hervor. Was endlich R. J o s e betrifft, so steht durch das Zeugnis R. Hunas (Erubin 79 a) אמר ר, הונא מאן תנא אהילות ר׳ יופי wenigstens soviel fest, daß es einen von R. Jose, redigierten Traktat Ahiloth gegeben hat; auch gehört ihm der 11. Perek Nedarim an (vgl. weiter unten). Daß R. Huna, dieser hervorragende Schüler Rabs, nicht etwa bloß seine persönliche Ansicht und Auffassung hier zum Ausdruck bringt, sondern einer bestimmten T radition folgt, beweisen ähnliche Zeugnisse desselben, Joma 14 b und 16 b und namentlich die Notiz in Jerusch. VIII, 5 (49 c) י' הונא בשם רב כל הדא פירכןא דר׳ מאיר חוץ וכוי und Babli Nedarim 82 a;:דאמר ר׳ הונא כוליה פירקין ר׳ יוסי היא.

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