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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 3 · p. Seite 318

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 3
Article
Zur Redaktion der Mischna
Date
1907-01-01
Page
Seite 318 (sequence 28)
Language
German
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318 Zur Redaktion der Mischna. aus Mizpa unserer Mischna-Sammlung zugrunde gelegt worden ist. Es braucht aber wohl nicht erst bemerkt zu werden, daß in allen diesen Fällen nur von der allerersten Grundlage die Rede sein kann, da die Mischna im Laufe der Zeit und in den verschiedenen Schulen vielfache Umarbeitungen, bzw. Ergänzungen erfahren, so daß die einzelnen Mischnalehrer ihre besonderen Mischnas hatten, die sie ihren Lehrvorträgen zugrunde legten1). Besonderes Ansehen genoß diejenige R. Elieser b. Jacobs, die sich aber offenbar nur über einen Teil der Mischna erstreckte2). Die überragende Autorität R. Akibas jedoch wie andererseits der Umstand, daß die hervorragendsten Mischnalehrer, die dem Blutbade der Hadrianischen Verfolgung entgangen waren, zu dessen Schülerkreise gehörten, brachten es mit sich, daß die Tannaim der nachfolgenden Generation seine Mischnaordnung ihren Lehrvorträgen zugrunde legten, wenn auch die Mischna-Sammlungen andrer Tannaim darum nicht ganz unberücksichtigt blieben und zur Ergänzung und Berichtigung mit herangezogen wurden. Diese, von den einzelnen Schülern vorgenommenen Abänderungen und Zusätze hatten aber wieder zur Folge, daß aus der einen Mischna R. Akibas wiederum mehrere angenommen werden, daß den Alten auch ein Tamid des Simon aus Mizpa bekannt war. *) Vgl. Hoffmann S. 15 und 44, sowie die, Anm. 1 daselbst angeführte Stelle aus dem Sendschreiben Scheriras; ferner J. Lewy. Ein Wort über die Mechilta des R. Simon«, S. 1 und Kochmal a. a. O. 169 b. 2) In diesem Sinne ist offenbar der bekannte Ausspruch b. Asais (Jebamoth .49 b) משנת אליעזר בן יעקב קב ונקי zu verstehen. Wortlaut und Zusammenhang der Stelle lassen keinen Zweifel darüber, daß hier nur an eine, wenn auch nur einzelne Teile umfassende Mischna-O r d n u n g zu denken sei. Die Erklärung Raschis ist unhaltbar und nur eine Folge der irrtümlichen Annahme Raschis, daß es vor Rabbi keine Mischnaordnung gegeben habe.

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