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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 3 · p. Seite 316

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 3
Article
Zur Redaktion der Mischna
Date
1907-01-01
Page
Seite 316 (sequence 26)
Language
German
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316 Zur Redaktion der Mischna. reden. Denn abgesehen davon, daß in den Responsen der Geonim tatsächlich wiederholt »der 6 Ordnungen der Mischna aus der Zeit Hilleis und Schammais«1 2 *) Erwähnung geschieht, spricht dafür auch der Umstand, daß wie wir oben gesehen, selbst in unserer Mischna zahlreiche Partieen enthalten sind, deren Ursprung jedenfalls nicht weit ab von der Zeit Hilleis liegt, einige sogar, — wie Schekalin V und wohl auch Seder Tamid — aller Wahrscheinlichkeit nach aus dieser Zeit selbst herrühren. Auch wird für Kidduschin IV, 1 die Autorschaft Hillels ausdrücklich bezeugt8). Einige Traktate freilich mögen immerhin ihre Entstehung erst einer späteren Zeit verdanken; doch steht dies mit Sicherheit nur für Edujoth fest8). Wenn dagegen im Talmud, wie wir gesehen, der Traktat Middoth auf R. Elieser b. Jacob und Seder Joma auf Simon aus Mizpa zurückgeführt werden, so wäre es falsch, diese talmudische Notiz dahin zu verstehen, als seien diese beiden Traktate zum ersten Male von den genannten Mischna-Lehrern redigiert worden, da sie in Wahrheit lediglich auf unsere Mischna-Sammlung Bezug hat, in welcher allerdings jenen Traktaten die Rezension R. Elieser b. Jacobs, bzw. diejenige des Simon aus Mizpa zugrunde gelegt ist. Das schließt aber nicht aus, daß vordem bereits ältere Rezensionen dieser Traktate Vorgelegen haben. Daß es auch einen von dem Mischnalehrer R.Jehuda b. Hai redigierten Traktat Middoth gegeben habe, aus dem später manche Abweichungen in den unsrigen übernommen wurden, wird man füglich kaum bezweifeln dürfen4 *), daher *) Vgl. bei Hoffmann a. a. O. S. 12 f. 2) Vgl. Jebamoth 37 a. 8) Krochmal a. a. O. 168 b will in Rücksicht auf Horajoth 13 b auch den Tr. Ukzin dazu zählen; doch ist es .zum mindesten sehr zweifelhaft, ob die Stelle in diesem Sinne zu deuten sei. 4) Vgl. Krochmal 171 b; ebenso dürften die im Namen des Abba Saul angeführten Angaben dessen Mischna entnommen sein.

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