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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 2 · p. Seite 135

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 2
Article
Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
Date
1907-01-01
Page
Seite 135 (sequence 7)
Language
German
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Der Olbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. 135 und Blüten, die — wie noch heute1) — schon bei den Alten eine starke medizinische Verwendung fanden2), ist wenig zu sagen3). Öl dagegen wird viel benutzt. Innerlich gilt es als Mittel gegen Halsschmerzen4 *), (auch der schon erwähnte »Ölwein« (אלוגתית) wird als innerliches Heilmittel gereicht)6), während es erhitzt äußerlich gegen Leibschmerzen eingerieben wird6). Äußerlich kennt man sonst noch vereinzelt das Baden des ganzen Körpers in Öl7); es ist ein Mittel gegen Hüftschmerzen8), auch gegen Kopfweh und Ausschlag hilft Einreiben damit9). Zur Heilung von Wunden wird es aufgetragen10) oder vermittels eines Läppchens oder Wergs mit der Wunde in Berührung gebracht11). radies stehende Lebensbaum wird in den Pseudepigraphen als Ölbäum gedacht. Stellen zusammengest, bei Bousset, Rel. des JudenL im neutestam. Zeitalter, p. 184 und 461. *) Coutance, p. 392 ff. 2) Plin. XXIII,4. — Mehr symbolisch, Geop. X,l. 3) Auszunehmen wäre das Mittel gegen Skorbut, b. Ab. sar. 28 a קשייתא דזיתא דלא מלו תילתא♦ 4) b. Ber. 36a. Entweder rohes Öl oder in reichlichem Zusatze zur Weinbrühe אניגרלן, T. Schab. 12,10 (127), T. Ter. 9,12 (42). — Der Zusatz ist ein Mittel, die halachische Vorschrift zu umgehen. — Auch unter den Mitteln gegen Skorbut, b. Ab. sar. 28a — gegen Ohrenschmerzen, ibid. 28 b. 6) T. Schab. 12,12 (127). — Wein und Öl gemischt gelten als Heilmittel, ibid. Bar. j. Ber. I, 3 a. Das Mischen טרף =־ (Barth E. S., p. 27 und 36) weil nur durch Schlagen oder »Zerreissen« der Ölschicht, Vermischung zu erzielen ist. 6) T. Schab. 3,7 (114). ד) Nicht allgemein, jos. ant. XVII, 6,5 bell. jud. I, 33,5. — Vgl. dazu Rosenmüller, das alte u. neue Morgenl. VI, p. 194. 8) Schab. 14,4. 9) Tosefta Dem. 1,24 (bei Zuckermandel Var. zu Zeile 24) — חטטין — b. Git. 86 a. 10) T. Ter. 9,13 (42), T. Dem. 1,18 (46), T. Scheb. 6,4 (69), T. Schab. 12,11 (127), j. Maas, sehen. II, 53b, Luk. X,34 x,0CT£$־y17£׳ tx TpaufJtaTa xutou zkcniov xal olvov. 113 T. Schab. 12,12 (127). Werg ־,מוך das Läppchen מטלית.

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