Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 757 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2829795-2829802-2887326--35011-2887454- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Besprechungen. 757 es mehrfach zusammengefaltet gewesen. Es ist christlichen Ursprungs, wofür schon das erwähnte Evangelienzitat spricht, noch kräftiger das zweite Wort, nämlich Jesus, das wohl ein biblischer Name ist, in unserem Blatte jedoch nach mit A beginnendem Namen an die Spitze gestellt ist. Die alphabetische Reihenfolge ist nicht streng eingehalten: 4 beginnen mit A (1—3 und 9), 10 mit I, 3 mit M, 1 mit H. D. hat das Fragment mit einem gelehrten Kommentar versehen und dessen Wert gewürdigt, doch ist manches noch dunkel. Zeile 16 lautet nach der Ergänzung des Herausgebers: [HC]A10y EnAPCiciAo. Vom Namen ist also nur 000 sichtbar. D. bemerkt hiezu (S. 91): »Die Lesung des ersten Wortes ist unsicher, ebenso die Ergänzung ... Die Ergänzung gefällt mir nicht besonders: am ersten erwartet man ein mit I beginnendes Wort, auch begreift man nicht recht, weshalb der Genitiv steht. Die Lesung la.o halte ich für sicherer.« Ich gestehe, daß ich auf dem Faksimile auch vermittels der Lupe kaum einen Buchstaben erkenne, doch glaube ich, daß man sich auf das geübte scharfe Auge des Herausgebers verlassen darf. Man kann also vom Sicheren, nämlich von s־rcapff1$ Ia.cn ausgehen. Dies tat auch D., doch fand er unter den s7va.p<7t,s-Etymologien keinen einzigen Namen, der an unserer Stelle passen würde. Man muß sich demnach nach einem Namen umsehen, der in unseren Resten der Onomastica sacra nicht mit 87-ctpcig wiedergegeben ist. Zuvörderst ist festzustellen, daß la.co das Aequivalent tou ist, wie es auch Zeile 10 bei der Wiedergabe von Iauba erscheint. Es fragt sich demnach, welcher auf too endigender hebräischer Name im ersten Teil zu S7vape7t$ ein Äquivalent bietet? Man kann an HXtou, HXstou denken, wobei אל mit על gleichgesetzt wurde. Dies ist nicht auffallend, denn עלי Hm wird im Onomastikon (bei Lagarde 165, 92) mit ckv^Tspo;1), apa., ׳Osoo a.va.ßa.cnp wiedergegeben, also richtig mit ,עלד zusammengestellt, während ib. 91 HXa.p. עילם (!b, g!) mit £0י8׳;? HXaaocta.t und HXa»j.ocs mit ׳frsö«; Iccoo übersetzt ist, also von אל etymologisiert wird. s7cap<7t; Iah) wäre eine Etymologie des Laut- und nicht des Schriftbildes. Man könnte auch an Ispspou, der genauen Um- Schreibung von ירמיה denken, zu dem die Etymologie vorzüglich passen würde, doch finde ich diese Namensform bei Hatch-Redpath (Supplement I 80 f.) nicht belegt, auch scheint auf dem Faksimile für fünf Lettern kein genügender Raum zu sein. Zeile 17 ist zu x.a.Ta.7׳va.0(7K das entsprechende hebräische Wort noch zu ermitteln. Vielleicht ist es Ma.vcos (מנוח Richter e. 13), denn LXX setzen für נוח und Derivate oft fcaTowr&uc*) (Hatch-Redpath s. v.). ג) CL auch in unserem Onomastikon, Zeile 14 Ispo ßxocl Stzocguö; avspo;, also (afX ל ע) ava>Tspo;.