Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 713 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2829132-2829795-2829802-2887324--34965-2887410- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. 7-13’ 7. D i e Olive als N ah rungsmitte 1. Zu Nahrungszwecken finden Oliven in verschiedenen Zubereitungsaften weitgehende1) Verwendung. Zu Speiseoliven eignen sich am besten die;fleischreichen Früchte, wie sie zu Bet seäti (Skythopolis) wachsen2). Rohe Oliven verzehrt man frisch oder getrocknet. Frische Oliven zerdrückt3) man vor dem Genüsse mit den Händen4), um das bittere Olivenwasser zu entfernen,, und taucht die einzelnen Stücke in Salz5). Auch dem Gährungshaufen (כעטן> entnimmt man zuweilen Früchte, um sie mit Salzwasser jzu essen6). Weitaus am verbreitetsten ist das Einlegen7) der Oliven in Salzwasser8). Voriier beläßt man zuweilen die Beeren נלעינה j. Ab. sar. II,' 42a unten u. sonst) kann durch Essig biosgelegt werden. L.: השלוהין ist die richtigere Lesart: Mischnah, R. Chan. Ab. sar. 40b aus babli u. jer. — j. II, 42a,71. Nur T. u. b. edd. השלחים. *) Die Meinungen über die Bekömmlichkeit des Olivengenusses gehen sehr auseinander. Siehe b. Eioraj 13b חמשה דברים משבחים את הלימוד. Darunter wird auf ge führt הרגיל בזיתים. Olivenöl dagegen wird gepriesen, das. So auch b. Men. 85 b. 2) PI. XV,3. 3) פצע Maas. 4,1, Toh, 9,5, Sifra 106b — פתה Tob. 9,6, זיתים פצועים T; jom. 3,6. ף T. Toh. 10,11 (671). 5) ibid. — Maas. 4,3. Es handelt sich um OLiven, die man aus dem Gährungshaufen zum Essen nimmt, was selten geschieht.— טבל. 6) T. j. Ned. VI, 39 c unten. 7) Geht hervor aus T. Ed. 2,2 (457) T. Suc. 2,3, (194); Ausfuhrlieh für römische Verhältnisse Colum XII,47. — Bei den heutigen Syrern sind die Verfahren den alten ganz ähnlich. Landberg, proverbes et dictons du peuple ärabe. I p. 16/17. 8) Maass. 4,1 Toh. 9,5, 6. Zum Essen sind die, Oliven geeignet, wenn eine Seah ein Viertellog Öl ergibt, zum Salben (aber nicht zur Ölbereitung), wenn auf ein Seah ein halbes. Log kommt. Scheb. 4,9. Da nun ein Log etwa 1/2 1• ist und eine Seah 24X so viel, wären für Speiseoliven solche, geeignet, bei denen das Verhältnis von erhaltenem Öl zu gepflückten frischen Oliven (nach Hohlmaßen) 1 : 200 ist, während man sich mit denen, die das Verhältnis 1:100 aufweisen, salben darf. Parallel Sifra 106b, wo für למאה zu lesen ist לסאה. Vgl. dazu das bei zu פריצי זיתים gesagte.