Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Todesstrafen der Bibel und der jüdisch-nachbiblischen Zeit
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 676 (sequence 13)
- Language
- German
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676 Die Todesstrafen der Bibel und der jüd.-nachbiblischen Zeit. Erdrosselung vorschreibt, so müssen hiefür andere, tiefer liegende Gründe bestimmend gewesen sein; diese aber, wie ich gleich hier bemerken will, lassen sich aus dem Vorhändenen Stoffe nicht klar genug erkennen. Für die Einzigkeit der Steinigung als Todesstrafe und für besondere Gründe bei Ansetzung anderer Todesstrafen spricht die Tatsache, daß auch dort, wo in der Thora nicht מות יומת, sondern irgend ein anderes die Tödtung vorschreibendes Wort steht, in der Halacha Steinigung festgesetzt wird. So in der sehr bezeichnenden Ausführung der Tannaiten über die Strafe der Zauberin (b. Sanhedr. 67 ab, Mechiltha 94 b, Mech. R. Simon b. Jochai ed. Hoffmann 149): תנו רבנן, מכשפה לא תחיה . . . מיתתן במה, רבי יוסי הגלילי אומד נאמר כאן מכשפה לא תחיה ונאמר להלן לא תחיה כל נשטה, מה להלן בסייף אף כאן בסייף. רבי עקיבא אומר, נאמר כאן מכשפה לא תהיה ונאמר להלן אם בהמה אם איש לא יחיה, מה להלן בסקילה אף כאן בסקילה. אמר לו רבי יוסי, אני דנתי לא תחיה מלא תחיה ואתה דנתה לא תחיה מלא יחיה. אמר לו רבי עקיבא, אני דנתי ישראל מישראל שריבה בהן הכתוב מיתות הרבה, ואתה דנתה ישראל מנכרי שלא ריבה בהן הכתוב אלא מיתה אחת. בן עזאי אומר, נאמר כאן מכשפה לא תחיה, ונאמר בל שובב עם בהמה מות יומת, סמכו ענין לו, מה שוכב עם בהמה בסקילה אף מכשף בסקילה. אמר לו רבי יהודה (בן בתירדס, וכי מפני שסמכו ענין לו נוציא לזה בסקילה. אלא אוב וידעוני בכלל מכשפים היו .(1ולמה יצאו, להקיש אליהן ולומר מה אוב וידעוני בסקילה אף מכשף בסקילה R. Akiba, ben Assai (oder R. J0ß§, der Galiläer) und R. Jehuda b. Bethera stimmen darin überein, daß die Zauberin gesteinigt wird, und nur in der biblischen Begründung der Strafe weichen sie von einander ab; bloß R. Joße, der Galiläer (oder R. Ismael) ermittelt Enthauptung. Das Eigentümlichste an der ganzen Steile jedoch ist der bestimmte Eindruck, als ob einzig und allein die Deutung des Bibel- Wortes in schulmäßigen Schlußfolgerungen die Ansicht der ג) In der Mechiltha ist die Ansicht des R. Joße dem R. Ismael, die ben Assais dem R. JoßS zugeschrieben; R. Jehuda ist richtig als Sohn Betheras angeführt.