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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 5 · p. Seite 630

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1906-01-01
Page
Seite 630 (sequence 4)
Language
German
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630 Besprechungen. eine der wichtigsten, weil sie mitteilt, daß die Prager Juden zu ihrem Friedhöfe ein Grundstück am »hampis« zukaufer!, also schon damals den alten Friedhof in der Judenstadt besaßen, obwohl gleichzeitig bis 1488 auch noch der »Judengarten« genannte Friedhof auf der Neustadt bestand. Zu Nr. 967, dem Testamente Mordechai Meiseis, sind die Anmerkungen aus der Brochüre von Dr. Alex. Kisch übernommen und mit ihnen die seltsame Bemerkung auf Seite 753 Anmerkg. 20: »Ennikl ist ein Deminutiv von Enoch, Enochlein«, während selbstverständlich Ennikl nur »Enkel« bedeute. Die Stelle des Testaments lautet dann Petzele Dukherin Ennikl, der Teltzile Sohn, wo das Komma nicht vor sondern nach Ennikl zu setzen, und »der Teltzile Sohn« eine genauere Bezeichnung des Enkels der Petzele Dukherin ist. So gibt dann die Stelle erst einen rechten Sinn. Zur Geschichte der Prager Judenverfolgung i389 hätten die kritischen Beiträge aus Grüns »Sage und Vergangenheit der jüd. Gemeinde Prag« neben den 7 verschiedenen abgedruckten Berichten wohl ge׳־ bracht werden können. Es ist, wie leicht erklärlich, den Verfassern eine Reihe von Monographieen und Zeitungsartikeln entweder unzugänglich oder unbekannt geblieben. Auf diesen Punkt, die Nichtbenützung gewisser jüdischer und hebräischer Quellen, wie auch die Registrierung der benützten jüdischen Quellen, und sonstige Details denke ich später einmal eingehen zu können, wenn ich das ganze Buch genauer kennen werde. Störend wirkt es wenn fast durchgehends an Stelle von »Brann« »Braun«, oft an Stelle von »Hormayer« »Hofmeyer« steht; geheimnisvoll wirkten auch die Zitate aus der »Ramschack Chronik«, wenn die Quelle Pödiebrads »Altertümer der Prager Josefstadt« verschwiegen wird. Das Buch macht, wie aus dem über 240 Nummern zählenden Nachtrag am Schluß des 2. Bandes auf Vollständigkeit — wie ja bei einer Kollektivpublikation nicht anders möglich — keinen Anspruch. In folgenden will ich einzelne Nachträge liefern, die ich meinen Excerpten aus den Scriptores rer. Bohemic und Wolfs Regestensammlungen im Hamaskir, Jahrg. IV. u. V. entnehme. Freilich ist Wolf nicht gut zu benützen, weil er bei seinen Regesten den archivalischen Fundort nicht angibt. Aus den script. rer. Boh. ist nachzutragen : a. 1122. Die Klage über die rückfälligen gekauften Juden׳. (Cosmas III.) a. 1142. Ein Bericht über einen Synagogenbrand. (Monach. d. Saz.) aV 1283. werden jüdische Weissager erwähnt. (Continuat, Cosmae.) a. 1124. wäre zu dem Bericht über den jüdischen Statthalter Jakob Apella hinzüzufügen, daß Grandaur in der Übersetzung des Cosmas bemerkt, daß das kleingeschriebene apella

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